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Dibre Emeth · 1850-11-01 · 11 (11.1850) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
11 (11.1850)
Date
1850-11-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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, Rabbi. Unsre hebräischen Bibeln sink nicht wiedie Zhrigm in Kapitel und Berse geiheilt. Die Stelle, die ich meinte, muß im dritten und nicht im fünften Buche Moses sein. Hier ist sie (mir die Bibel darreichend). M. Zn dieser Stelle, 3. B. M. 16, 29., ist ein Gebot enthalten, daß ihr am großen Bersöhnvngstage „euern Leib kasteien^. und euch von der Arbeit enthalten sollt, und der Grund zur Beobachtung dieses Gebots wird in folgendem Berse angegeben: „Denn an diesem Tage geschiehet eure Versöhnung, daß ihr gereiniget werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereiniget vor dem Herrn." Die Versöhnung geschieht «licht durch das „Kasteien eurerLeiber", oder durch Fasten, wie Sie weinen, sondern durch den Priester, durch das Mittel der bestimmt« Opfer. Rabbi. Aber es ist uns als ein ewiges Gesetz verordnet. M. Za, in Verbindung mit der Versöhnung, die durch den hohen Priester geschieht. Rabbi. Da wir keinen hohen Priester und kein Opfer haben, so halten wir das für hinreichend. M. Dafür haben Sie keinen Beweis aus der Schrift. Hier endete unser Gespräch. Der Rabbi stand auf, empfahl sich und lud uns ein, am nächsten Sabbath die Synagoge zu besuchen, wo er seinen Leuten in italienischer Sprache einen Bortrag halten werde. Er erbot sich, für Sitze für uns zu sorgen, und lud uns ein, nach dem Gottesdienste eine Erquickung in seinem Hause zu nehmen. Zch nahm diese freundliche Einladung des Rabbi gern an, die viel Stoff zu interessanten Bemerkungen darzubieten versprach. Als wir unsere Zeit in Betracht zogen, fanden wir es für wünschenSwerth, Rom vier Tage früher zu verlassen, als wir beabsichtigt hatten. Am Tage unserer Abreise, ging ich zu dem Rabbi, um ihn um Entschuldigung zu bitten und Abschied zu nehmen. Zch fand ihn in seiner Bibliothek, bei einer Anzahl hebräischer Schriften, die geöffnet vor ihm lagen. Sein jüdisches Gesicht und sein Anzug wirkten dermaßen auf meine Einbildungskraft, daß ich unter weinen hehräi»

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