Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 11 (11.1850)
- Date
- 1850-11-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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nichts; zu sagen habe, es sei genug für ihn, daß däs Gebet in ihren Herzen geschrieben sek - * , r,? Da mir daran lag, seine Meinung über die.Gebräuche-der römisch-katholischen Kirche zu hören, wir auch von- «einer Sekte als Protestant jeder Theilnahwe daran zu entsagen, äußerte ich meine Meinung über den götzendienerischen Anstrich bei vielen der römischen Ceremonien und Gebräuche der Gottesverehrung, und bemerkte, daß sie dem Heidenthume verwandter wären als dem Christenthume. Rabbi. Es ist sehr wahr, daß in der römisch-kathotischeu Kirche Manches ist, das ich mißbillige, aber das ist doch nur äußere und materielle Form der Religion. Betrachtet man die Sache philosophisch, so zeigt es sich, daß alle Religionen dieselben Grundprinzipien enthalten. Wir Hebräer erkennen selbst bei dm Mahometanern manche Form der Gottesverehrung, die wir billigen. M. Aber Mahomet war ein Betrüger und falscher Prophet. Rabbi. Ohne Zweifel, aber wir müssen auf den Zweck und das Ziel all jener materiellen Formen sehen. M. Ich kann in der Religion keine Wahrheit zugeben, als die in der Schrift geoffenbaret ist, und keine Art des Gottesdienstes, die nicht damit übereinstimmt. Rabbi. - Zch möchte diese Dinge mit philosophischem Auge betrachten. Der Mensch ist theils geistig, theilS materiell. Sie wissen, daß er aus den vier Elementen besteht — Erde, Wasser, Luft und Feuer. Zn seiner geistigen Natur scheint der Mensch ein Gott/ eine Gottheit zu sein! Seine geistigen Begriffe von dem höchsten Wesen sind rein, hoch und erhaben. Zn diesen Begriff kann er nichts Niedriges, Schlechtes -und Materielles aufnehmen. Aber der Mensch ist auch materiell, und als solcher bedarf er eines materiellen Gottesdienstes, dessen Formen nach Umständen verschieden sein können. Aber dem Philosophen find diese alle gleichgültig, denn er sieht sie alle die große Grundwahrheit, welche sie ausdrücken, bezwecken. ' M. Dies mag Philosophie fein, aber es ist nicht Wort Gottes Was lehrt uns Ihr. eigenes Gesetz? ES lehrt uns, daß