Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 11 (11.1850)
- Date
- 1850-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ZMfftonsnachrichterr. 9kom. (Beschluß.) Wir nahmen unfern Weg zur Synagoge, die wir verschlossen fanden; bald aber erschien ein Jude mit den Schlüsseln und öffnete sie uns. Es ist ein kleines nettes Gebäude, ganz in derselben Weise eingerichtet, wie es die jüdischen Synagogen gewöhnlich sind. Um die Wände zieht sich eine Borte von Freskomalerei oder Bildern, welche die Stadt Zerusalem und dm Tempel darstellen. Ich fragte den jüdischen Thürhüter, ob die Alabaster- Säulen in der St. Petrikirche, welche, wie man sagt, asis der schönen Halle des Tempels sein sollen, von den Juden in Rom für ächt gehalten würden? Er erwiderte, er glaube, daß sie dafür angesehen würden, denn er hätte nie das Gegentheil gehört; aber es war klar, daß er überhaupt gar nichts von der Sache wußte. Zch sagte ihm nun, wer ich sei und theilke ihm etwas von unsrer Mission unter den Juden in Zerusalem mit. Cr macht? keine Bemerkung über den Zweck der Mission, indem er, wie es mir schien, denselbm gar nicht begriff; sondern äußerte seine große Freude darüber, zu hören, daß ich sieben Jahre in Zerusalem gelebt hätte, und nun wieder dorthin zurück ginge. Auf meine Frage, ob gegenwärtig einige Juden aus Zerusalem in Rom wären, antwortete er mir, daß der Oberrabbi aus Zerusalem sei, und erbot sich, mich zu ihm zu führen. Ich nahm dies Anerbieten an, und in wenig Minuten wurdm wir in das Haus des Rabbi geführt, welches ganz in der Nähe in eimr angrenzenden Straße gelegen war. Der Rabbi machte bald in der Tracht, wie sie dir Rabbincn in Zerusalem tragen, seine Erscheinung. Wir erkannten uns foglrich als alte Bekannte wieder und, ich darf hmznfugen, mit gegenseitiger Freude, vbschon mein Besuch einige Umstände von nicht ganz erfreulicher Art in sein Gedächkniß Mückufe» mußte. Der Rabbi war einer der ersteu und thätigsten Gegner unsers Hospitals zu Zerusalem, and der mächtigste Beförderer des jüdischen Hospitals als Gegmsatz zu unserer Mission, und gab Me