Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 11 (11.1850)
- Date
- 1850-11-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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174 „O!" erwiderte fie, „das ist ein gar fchönlA BM WM mein Mann zu Haufe ist, dann liest er mir oft daraus vor, und wir Wuichn und Wxken uns dann in unserm Leiden an den schönen. Lchren, die -arm enthalten find." Der Lehrer war mit dieser Antwort zuftieden, freute fich, dem Manne das Rene Testament gegeben zu haben und ermahnte die Frau, fich recht oft daraus vorlesen zu lassen. Diese Tochter Abrahams ist nun wahrscheinlich nicht mehr unter den Lebenden auf Erden, sondern wohl schon in die Ewig- W hinübergegangeu. Und nicht weniger wahrscheinlich ist es, daß fie vor ihrem Ende nicht mehr zu einer Aaren Erkenvtniß des Herrn Zesu, so wie zu her Einsicht gekommen ist, seinen Ra? Mv durch die Tauf? zu bekennen, und also nicht als getaufte Christin, sondern als Züdin gestorben ist. Aber dessen ungeach? ttt dürfen wir wohl zuversichtlich hoffen und glauben, daß. fie in dem Herrn Zesu vorher noch den verheißenen Messias UiKihren Erlöser und Heiland erkannt und ewiges Leben und Seligkeit gefunden habe« wird. Möchten vM fowM ihr Mann, als auch -ex jiWche Lehrer der Wahrheit die Ehre geben, fich von ganzem Herzen zu dem Herrn Zesu bekehren und seinen Name» durch die heistgss Taufe hekeynen. Wir Christen, die wir diese Geschichte Kf«, wollen für fie zum Herrn um diese Gnade flehen, uns aber auch zugleich durch dqs Beispiel dieses jüdischen Lehrers ermuntern lassen, wenigstens insofern als Misfionare unter dem Bolke Zsrael zu wirken, daß wir das Neue Testament unter demselben zu verbreiten suchen. Wir haben hier den klarsten Beweis für die Wahrheit der Verheißung des Herrn, daß sein Wort nicht wieder leer zurückhymmen, fimdern auSrichten soll, wozu er es sendet, und das oft gerade bei denen, hei welchen wir es am wenigsten erwarten. Verbreiten wir sein Wort, so wird er seinen Segen darauf legen, und durch seine Gnade werden auch uns, wie jenem jüdifchM Lehrer, Seeles zugeführt werden, denen wir Mit dem Neuen Testamme die Weife darreichem an der sie fich wM in dem leWn und schwerstNi Mmpfe Drken und erquick», und die chnp» vom Tode zum Heb« vechllft.