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Dibre Emeth · 1850-09-01 · 9 (9.1850) · page 14

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
9 (9.1850)
Date
1850-09-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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450 «ach Hause, wo ich mit beiden ein langes und interessantes Gespräch hatte. Die alte Mutter ist vor einigen Monaten gestorben, «nd ihr Vermögen ist sehr zusammen geschmolzen, obschon sie noch genug haben, sich durch gute Haushaltung selbst zu ernähren. Herr Nicolayson berichtet einige Thatsachen, aus welchen so recht klar hervorgeht, wie groß die Feindschaft der Juden gegen die Mission ist, aber auch, wie das Werk des Herrn immer festeren Fuß in der heiligen Stadt Jerusalem faßt. Wir theilen hier nur Folgendes mit. Herr Nicolayson schreibt unterm 30. April: Ungefähr in der Mitte dieses Monats, machten die Rabbiner von der religiösen Gemeinschaft her Peruschim, in Folge eines Briefes den sie zu diesem Zwecke aus Wilna erhalten hatten, einen kräftigen Versuch, jedem Verkehr der Juden mit uns auf einmal ein Ende zu machen; dies Mal aber nicht durch das wichtige Mittel des Bannes sondern durch ein weit wirksameres, nämlich dadurch, daß sie allen denen, welche darauf bestchen würden, mit uns zu verkehren, De Unterstützung abschneiden wollten. Me verfertigten eine Liste vo»70 bis 90 Personen, gegen welche sie Argwohn hegten, und sandten nach allen, die unter ihrer Zurjsdiction stehen, um die fürchterliche Erklärung zu vernehmen und Gehorsam gegen sie zu versprechen. Es entstand jedoch unter den Rabbinern selbst, ein Zwiespalt über diese Angüegenheit. Rabbi Zeschazah hielt es mit denen, welche sich dieser Maßregel entgegen setzten, als einer solchen, welche ebenso ungesetzlich als unausführbar sei, und sein Widerstand und der einiger Anderen, welche von der angedrohten Maßregel am meisten bettoffen wurden, war so heftig, daß in seiner (des Rabbi Zeschazah's) Synagoge ein wirklicher thätiger Kampf und großer Tumult entstand, in Folge dessen fünf der angesehensten Rabbiner, welche für diese Maßregel waren und in dieser Synagoge ihren Gottesdienst hielten, dieselbe verließen und zu einer andern Synagoge übergingen. Dieser Vorfall brachte eine gewaltige Bewegung und die wütheodsten Kämpfe unter den Juden hervor; und da wir erfuhren, daß die Rabbiner -den Versuch gemacht hätten,

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