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Dibre Emeth · 1850-09-01 · 9 (9.1850) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
9 (9.1850)
Date
1850-09-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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149 Schule gesandt, welche gleich den übrigen Kindern von Fräulein Hardtng unterrichtet werden, das heißt, sie lesen die heilige Schrift Alten und Neuen Testaments, gehen in die Kirche und werden in den Wegen des Herrn erzogen. 'Die Zuden versuchten alles Mögliche,- die Eitern zu bewegen, die Kinder aus der Schule wegzunehmen, aber vergebens. Jetzt haben sie dieselben excommunicirt und den Vater aus der Synagoge geworfen. Die Geschichte dieser Familie hat etwas besonders Zntercssantes. Beide, Mann und Frau, sind im Innern Rußlands geboren und gehörten einer Sekte an, Sabbatnikos, oder Sabbaihhaüer genannt. Sie waren weder Juden noch Christen, lasen aber daß Alte-Testament, und hielten den jüdischen Sabbath. Vor einigen und zwanzig Jahren befahl der Kaiser von Rußland, daß alle Sabbatnikos entweder in die Griechische Kirche treten, oder das Reich verlassen sollten; viele traten in die Kirche, andere verließen das Land. Unter den Letzteren waren die Eltern R. Abrahams, und die Eltern seiner Frau, welche nach der Wallachei gingen, wo sie sich niederließen und zum Iudenthume übertraten. Abraham war damals 14 Jahr alt. Vor ungefähr 9 Jahren kamen sie mit einem bedeutenden Vermögen nach Jerusalem. Ich wurde mit Abraham bekannt, .besuchte ihn oft, und er kam auch oft zu mir. Anfangs waren seine Frau und Mutter heftig gegen das Christenthuw, dann aber wurden ihre Herzen milder. Mit seiner Mutter konnte ich nur durch Hülfe eines Dolmetschers sprechen, da sie allein Russisch verstand, was ich in dem Hause eines unsrer Proselyten that, welcher die russische Sprache spricht. Ich habe sie in Thränen gesehen, während ich zu ihr von der Liebe Gottes in Christo Jesu sprach. Auch andere Mitglieder der Mission nahmen lebendiges Interesse an dieser Familie. Vor etwas länger als einem Jahre verkauften sie ihr Haus in dem Iudenviertel, und zogen in die Nachbarschaft unsrer Kirche und Schule, um ihre beiden ältesten Töchter zu Fräulein Harding in die Schule zu schicken. Seit Kurzem habe ich Abraham fast täglich besucht, und als ich gestern zu ihm in den Laden kam, sagte er mir, daß er und seine Frau aufrichtig wünschten, Christen zu werden. Ich ging mit ihm

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