Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 9 (9.1850)
- Date
- 1850-09-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mi Hier ist in der That Me große Versuchung, von der wir alle frei find. Ich Mine die furchtbare Trennung zwischen Mann und Frau -^zwischen Eltern und Kindern — zwischen denen, die einander höchst Werth und theuer auf Erden find. Es ist in der That eine schwere Prüfung, Alles um des Herrn Jesu Christi willen - hinzugeben. Es ist heute Jemand auf dieser Plattform, wie ich glaube, welcher für eine solche höchst peinliche Trennung Zeugniß ablegen könnte, wenn er es wollte; aber es sei fern von mirmich gegen den geheiligten Boden häuslicher Angelegenheiten zu: versündigen, daß ich noch länger bei einer so traurigen und doch heiligen Scene verweilen sollte. Allein, my Lord, weit davon entfernt, daß dies Grund zur Einstellung oder Entmuthigung unsers Werkes sein sollte; scheint es vielmehr noch ein besonderer Ruf zu christlichem Mitgefühl, zu christlicher Milde und christlicher Liebe zu sein. Weit davon entfernt, daß wir glauben sollten, wir dürften deswegen in dieser Sache nichts thun, sondern müßten im Gegentheil Argwohn gegen jeden Juden hegen und pflegen, sollte uns dies vielmehr veranlassen, ihm unsre Rechte freudig entgegen zu halten, und ihm unter dieser schweren Prüfung unser Mitgefühl zu erkennen zu geben, und Gott dafür zu danken, daß er neue Schafe zur Heerde Christi gebracht hat. My Lord, ich möchte noch sagen, daß wenn wir das Werk fördern, unser Lohn groß sein wird. Der gegenwärtige Zustand des Reiches Gottes, der, wie wir glauben, bloß vorübergehend ist, wird in einen herrlichen Segen für die ganze Welt enden. Denn wenn die Fülle der Heiden eingegangen sein wird, dann sollen wir die Wiederannähme der Juden und ihre Bekehrung erwarten, und das wird bezeichnet als „ein Leben von den Tobten für die Welt". Wenn wir daher dies Werk treiben, sei es unter Juden oder unter Heiden, so beschleunigen wir, menschlich gesprochen und ich denke, ich darf hinzufügen, auch schriftgemäß gesprochen, die Zeit, wo die ganze Welt in einen Zustand der Heiligkeit und Glückseligkeit gelangen wird, „wo die Erde voll sein wird der Erkenntniß des Herrn, wie der Meeresgrund mit Wasser bedeckt ist". Doch wir müssen hier abbrechev, wie gern wir auch die ganze