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Dibre Emeth · 1850-09-01 · 9 (9.1850) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
9 (9.1850)
Date
1850-09-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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139 die Zuden als uns zu Gott zurückführen könnteals das einfache Evangelium von Christo, das dieselbe Wahrheit für Zuden und' Nichtjuden enthält. Wenn das den Juden gebracht wird, wer wird sich dann wundern, daß daraus große Erfolge erwachsen? Aber man sagt uns, daß die Bekehrung der Zuden weit schwieriger ist, als die der Nichtjuden. Dies leugne ich. Warum sollten bei ihnen mehr Schwierigkeiten sein als bei uns? Man kann uns erwiedern, daß sie unter dem Fluche sind, aber auch wir werden unter dem Fluche sein, wenn wir ihren Fluch nicht abzuwendrn suchen. Man sagt uns, sie sind von Gott verachtet, aber Gott hak sein Volk, das er vorher erkannte, nicht verworfen. Wir warten auf die Wiederannahme dieses Volkes von Seiten Gottes, und auf. dessen Zurückführung in sein eignes Land nach den Bundesverheißungen Gottes. Wir glauben, daß sie wieder in ihr Land werden zurückgeführt werden, aber wir sagen nicht, daß dies durch diese Gesellschaft geschehen werde. Wir müssen immer fest halten, ein bekehrter Zude, bleibt ein Zude. Die Religion macht nicht den Zuden, sondern das Volk. Einige sagen, dies ist eine Unterscheidung ohne Unterschied. Diesen antworte ich, daß ich fürchte, daß für sie Unterscheidungen leinen Unterschied machen. Zetzt sehen wir nur auf die Verheißung der Schrift, daß unter Israel allezeit Uebergebliebene sein werden nach der Wahl der Gnaden, (Röm. 11, 5.) und auf diese Uebergebliebenen sind besonders die Arbeiten dieser Gesellschaft gerichtet. Aber, my Lord, ich schweife von dem Punkte ab, von dem ich reden wollte, nämlich von der Schwierigkeit, welche, wie man sagt, in der Bekehrung der Zuden besteht. Worin liegt denn diese Schwierigkeit? Will MM uns sagen, daß sie als Volk betrügerisch sind? Darauf erwiedere ich: Wann ist unter den Zuden mehr Betrug gefunden worden, als unter den Nichtjuden? Zch weiß es, daß der Nichtjude im Stolze seines Herzens Beispiel über- Beispiel von jüdischem Betrüge anführen und erzählen wird, wo Juden ihre Bekehrung zur Erwerbsauelle von Geld gemacht haben; aber warum hält Man nicht auch ein Verzeichniß von dem Betrüge unter Nicht- Zuden? Es sind viele auf dieser Plattform, welche täglich Briefe 10*

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