Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 9 (9.1850)
- Date
- 1850-09-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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in der Wirklichkeit doch arm sind. „Wenn wir nun aber wirken sollen", sagt er, „so müssen wir nach Gottes Ordnung wirken, wir müssen schriftgemäß wirken, unsre Mittel müssen schriftgemäß sein, unsre Ansichten müssen schriftgemäß sein, und die Erklärung des Wortes muß schriftgemäß sein, welche wir unser» Brüdern geben, fteilich nicht unsern Brüdern nach dem Fleische, sondern den Kindern unsers gemeinschaftlichen Vaters Adam und von Natur zugleich mit uns Erben des gemeinschaftlichen Verderbens, und, wie ich hoffe, als Kindern Abrahams doch Erben der gemeinschaftlichen Erlösung, für Juden und Heiden zugleich erworben mit dem kostbaren Blute unsers Herrn und Heilandes Zesu Christi. Daher müssen wir darnach streben, ihnen mit aller Treue und Einfalt das Evangelium von unserm Herrn Zesu Christo zu bringen, das einzige Mittel, das uns ein Recht giebt, die Bekehrung der Seelen zu erwarten, und das sie von der Finsterniß zum Lichte und von der Gewalt des Satans zu Gott führt. — Zch weiß, es giebt viele, welche aufrichtig erklären, es sei ihr größter Wunsch, daß Israel sich zum Ehristenthume bekehren möchte, welche aber nichtsdestoweniger die einfache und buchstäbliche Erklärung des Wortes Gottes verwerfen. Zch beabsichtige nicht, jetzt bei den besonder» Verheißungen, Israel betreffendzu verweilen, ihre Erklärung mag andern und fähigeren Händen überlassen bleiben, sondern ich spreche nur von dem allgemeinen Grundsätze, daß wir das Wort Gottes sagen lassen, was es meint, sonst werden wir es sagen lassen, was uns gefällt. Was unsre eigenen Seelen betrifft, so ist es durchaus wesentlich für unsre Seligkeit, für unsre Sicherheit, für unsern Trost, daß wir den Grundsatz der buchstäblichen Erklärung festhalten — ohne diesen würden wir die großen Hauptlehren von der Gnade Gottes verwerfen. Dies würde uns die Gewißheit rauben, daß Alles, was Gott verheißen hat, auch erfüllt werden und geschchen muß; es würde uns den Trost rauben, der bei dem vielfachen Wechsel der Gefühle von der größten Wichtigkeit für uns ist, ich meine die Lehre, daß weder ZSrael noch wir akkein darum nicht gänzlich verstoßen worden sind, weil.Gott unveränderlich ist. — Es giebt nichts, wassowohl