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Dibre Emeth · 1850-08-01 · 8 (8.1850) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
8 (8.1850)
Date
1850-08-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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auf irgend Etwas zu hören, was wir ihr zu erwiedern versuchten, soudern beschwor ihren Mann, ihr einen Scheidebrief zu geben, und tat mich, ihn mit Gewalt aus unser« Hause zu weifen. Sie verließ uns darauf in großem Aerger und sagte, wenn er es nicht auf ihr Verlangen thun wolle, er dazu durch seine Mutter genöthigt werden würde, welche an demselben Tage von Liberias kommen sollte. Nun singen andere Zuden an sich in großer Zahl zu versammeln, und unsre Zimmer und das Dach unseres Hauses waren während des ganzen TageS gepfropft voll. Zuletzt bewogen wir sie, fortjugehen, aber nur auf kurze Zeit, denn sie kehrten in großen Haufen und wüthender als zuvor, bald darauf zurück mit dem Geschrei, daß sich noch niemals so Etwas in Safet ereignet hätte, „daß ein Zude an diesem heiligen Orte das Christenthum annähme, das würden sie nie dulden". Unter andern kamen auch Rabbi S. Heller und andere Chachamim (Rabbiner) und rxaminirten Zonas sehr genau, wobei ich mich über seine festen und bestimmten Antworten herzlich freute. Der erstere bot ihm eine bedeutende Summe an, wenn er widerrufen und mit ihnen zurückkehreu wollte, worauf chm Zonas erwiederte, daß die Seligkeit nicht mit Gelde erkauft werden kann, und sie dann bat, sich doch nicht selbstzu schänden mit dem Versuche der Bestechung. Da Rabbi S. Heller sah, daß alle seine Versuche scheiterten, bat er um zweierlei, erstens, das Zonas seiner Krau einen Scheidebrief geben, und zweitens, daß er Safet verlassen möchte; kein« dieser Bitten konnte nachgegeben werden. Der Haufe auf und vor dem Hause vergrößerte sich immer mehr, und wir mußten verschiedene Male befürchten, daß sie die Hauschüre einbrechen würden. Bevor Rabbi S. Heller und seine Begleiter mein Haus verließen, forderte ich sie auf, das Volk zum Auseinandergehen zu bewegen, was sie jedoch zu thun verweigerten. Des Mittags besuchte uns der Gouverneur, und war erstaunt, als er die erregte Menge Volks sah, von welcher wir so hart umringt waren, und er selbst vermochte sie nur mit der größten Mühe mit seinen Leuten zu zerstreuen. Da er sah, daß unser Leben in Gefahr stand, gab er uns eine starke Wache, und riech

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