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Dibre Emeth · 1850-08-01 · 8 (8.1850) · page 13

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
8 (8.1850)
Date
1850-08-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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gebraucht und einen Friedensbruch begangen hätten, er ermächtigt und genöthigt wäre, sie so lange gefangen zu halten, bis derbrittische Consul von Jerusalem käme, um die Sache weiter zu verfolgen. Rabbi Samuel Heller, der Angesehenste unter den hiesigen Juden, bat mich hierauf, ihm eine mir bei einer früheren Gelegenheit erwiesene Gefälligkeit hinsichtlich eines anderen Menschen, zu erwiedern, nämlich, daß ihm gestattet werden möchte,, die Garantie für die Angeklagten zu übernehmen, und daß diese so lange in Freiheit gesetzt werden möchten, bis wir von Jerusalem das Nähere über die Angelegenheit hören würden. Hiezu gab ich weine Einwilligung. Mit der lärmenden Menge mußte ich mich viel herum streiten. Einige der Chachamim (Weisen oder Rabbiner) beschuldigten mich, Zonas zum Uebertritt gezwungen zu haben. Zch forderte drei ihrer vorzüglichsten Rabbinen auf, mit mir in mein Haus zu kommen, und dort Zonas zu befragen, ob er das Christenthum aus Zwang oder aus Ueberzeugung angenommen habe. Sie gingen mit mir, und der arme Zonas wurde nun auf jede mögliche Weise examinirt. Auf alle ihre Fragen gab er die befriedigendsten Antworten, und legte so Zeugniß von der Festigkeit und Aufrichtigkeit seines Glaubens ab. Darauf verließen sie uns, und wir hatten nun während des letzten Theils der Nacht einige Stunden Ruhe. Die Augen des armen Zonas waren sehr geschwollen und entfärbt von den heftigen Schlägen, welche er darüber erhalten hatteso daß er kaum sehen konnte; und sein Kopf war ganz zerschlagen, so daß er länger als eine Woche in unserm Hause als Znvalide zubringen mußte. Donnerstag den 4. April. Schon am frühen Morgen kamen die Zuden in beträchtlicher Anzahl zu mir ins Haus. Die erste war Zonas Frau. Sie bat ihn ernstlich, mit ihr nach Hause zu gehen; allein er erwiederte ihr, daß, da er das Gewicht ihrer Wuth, wie sein Kopf und seine Augen dies zeugten, bereits gefühlt habe, er sich nicht wieder in die Hände der Zuden überliefern wolle, bevor nicht seine Angelegenheit gesetzlich geordnet sei. Die arme Frau fing dann an zu weinen, und warf ihm vor, daß er sich und seinen Gott um Geld verkauft habe. Sie weigerte sich,

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