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Dibre Emeth · 1850-08-01 · 8 (8.1850) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
8 (8.1850)
Date
1850-08-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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132 Unfern Herrn Jesu Christi ab. Dann ging er nach Hause und «achte seiner Frau dieselbe Erklärung mit -er dringenden Bitte, ihm auf diesem Wege zu folgen. Hierüber gerieth sie in Wuth, Md erklärte ihm, daß wenn er so gottlos wäre, bei diesen gotteslästerlichen Ansichten zu beharren und an den für seine Erlösung Gekreuzigten zu glauben, sie ihn zwingen würde, seine Einwilligung zur Scheidung zu geben. Während wir uns nun über seine Aufrichtigkeit, die uns klar entgegen trat, herzlich freuten, vermochten wir doch nicht die Besorgniß vor nahen Verfolgungen zu unterdrücken, da uns der fanatische Geist der hiesigen Juden ünd ihr Anspruch auf Unabhängigkeit von jeglicher gesetzlicher Autorität genugsam bekannt/ist. Wir hielten es daher für rathsam, Jonas bis nach Sonnenuntergang in unser« Hause zu behalten, worauf ich ihn unter Begleitung unsers Dieners nach Hause sandte. Auf de« Wege griffen ihn eine Anzahl Juden, welche auf ihn gelauert hatten, hielten ihn ohne ein Wort zu sagen fest und begannen ihn mit ihren Stäben über den Kopf zu schlagen. Einer von ihnen erfaßte dann Jonas Mantel und band ihn über seinen Kopf zusammen, während ihn die andern in ein benachbartes jüdisches Haus schleppten, wo sie noch grausam auf ihn los schlugen. Mein Diener, .ein geborner Christ, der auch ein gut Theil ihrer Wuth zu ertragen hatte, war mittlerweile zurückgelaufen, um Hülfe zu holen, und da glücklicherweise am vorhergehenden Tage ein neuer Gouverneur angelangt war, und in unsrer nächsten Nachbarschaft wohnte, so ging ich sofort zu ihm und stellte ihm die Sache vor. Derselbe fertigte auch augenblicklich sechs seiner Leute ab, um die Angreifenden vor sich zu fordern. Anfangs jedoch verweigerten ste den Gehorsam; es versammelte sich ein großer Haufe Juden, die schrieen, daß sie englische Unterthanen wären, als aber der Gouverneur eine größere Anzahl seiner Leute sandte, um die Angeklagten zwangsweise vor sich bringen zu lassen, zog der ganze Haufe mit allen Rabbinern mit nach seinem Hause. Nachdem sie der Gouverneur verhört hatte, erklärte er sie für schuldig, fügte aber hinzu, daß, da sie englische Unterthanen seien, er ihnen die wohlverdiente Strafe nicht geben könnte; da sie jedoch Gewalt

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