Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 8 (8.1850)
- Date
- 1850-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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129 denen, welche den thätigsten Antheil an den Gelegenheiten dieser Gesellschaft nehmen, und bei denen, welche sie schon lange unterstützt haben, einen großen Ernst in ihrem eigenen Herzen und Leben bemerkt,- und darum zeigt sich auch hierin und in nichts Anderem Gottes Segen reichlich. Es ist wahr, daß wir ferner unter den vielen Ermuthigungen in den Berichten, den blühenden Zustand der Finanzen hervorheben können; allein obschon die Einnahme im Allgemeinen ungefähr 980 Pfund mehr beträgt als im verflossenen Zähre, so ist doch einer von den interessantesten Zweigen unsrer Aufgaben weniger richtig und angemessen bedacht worden. Aber wenn Ich auf die große Menge von dem Geschlechte sehe, welchem England so viel verdankt, und wenn ich bedenke, daß eine aus ihrer Zahl von der Habe, die ihr anvertraut ist, der Gesellschaft für das Wohl des jüdischen Volkes ein so großes und herrliches Geschenk gemacht hat, so würde es vielleicht undankbar sein, wenn man von irgend einer andern Dame verlangen wollte, daß sie dieselbe Summe gebe; aber doch wäre es wünschcnswerth, daß eine jede Dame in ihrem Berufe und Kreise sich von dem Geiste Gottes leiten ließe, damit sie lernte ähnlich wie die Miß Cook nach dem, was ihr anvertraut ist, freigebig zu sein. Ein anderer Punkt, der mir in dem Berichte sehr aufsiel, ist der freundliche Verkehr, der, wie es scheint, zwischen den Missionaren und den Zuden, unter welchen sie thätig sind, statt gehabt hat. Dies beleuchtet nach meiner Meinung, einen der größten moralischen Grundsätze, nach welchem wir uns alle bemühen sollten zu handeln, nämlich den, daß unser Eifer ohne Bigotterie sei, und unsre Liebe ohne Berdammungsurtheil. Unsre Missionare liebäugeln gewiß, wie wir alle überzeugt find, in keiner Weise mit den Zuden, zu deren Bekehrung sie ansgesandt sind, sondern sie zeigen ihnen die Liebe, welche allein den Weg bahnt zu den Herzen der Ungläubigen; und möchte Gott diese Liebe bei einem jeden der Missionare wirksamer machen, welche die Gesellschaft hat aussenden können und dürfen. Ebenso war mir die große Liebe auffallend, die den Zuden in Zerusalem gezeigt wird, wie sie in dem Falle des alten blinden Zuden hervortritt, der wahr-