Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 5 (5.1850)
- Date
- 1850-05-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Säch. 12, M Es wird kommenwas-Kruwmacher in seiner Predigt am 5^ Juni 1849 sagte: — des Volkes Scharfsinn, Witz, Phantasie, Empfindungsgluth, Sprachgewandtheit und was alles mehr im Feuer des heil. Geistesgeläutert, und dem Friedensscepter des endlich erkannten Königs David unterrhan, nachdem die Reue über die tausendjährige Schuld dem Volke das Herz gebrochen, nachdem Israel unter dem Donner Sinais vor den Tafeln Mosis, und Angesichts der Sprüche seiner Propheten, denen es in riesigem Unglauben sich verschlossen, in einem Thränenmeere sich gebadet." Herr, gieb es bald deinem Volke, und erlöse dein Erbrheil. C. Becker, Pastor. Gott hat sein Volk nicht verstoße«. Dieser Ausspruch des Apostels (Röm. 11, 2.) hat sich bis auf den heutigen Tag herrlich bewährt. Es ist unter Israel immer ein heiliger Same gewesen, der fröhlich aufgekeimt und empor gewachsen ist, und zu seiner Zeit auch herrliche Früchte für das Reich Gottes und die Kirche Christi getragen hat. Cs ist kein Jahrhundert, ja man kann wohl sagen, kein Jahrzehnt verflossen, wo nicht eine Anzahl Juden zum Christenthum übergetreten wären, von denen nachher Mancher als Diener des göttlichen Wortes mächtiges Zeugniß von Jesu, als dem verheißenen Messias und Erlöser der Welt, abgelegt hat und für die Verbreitung und den Ausbau des Reiches Gottes thätig gewesen ist. Im Mittelalter sind in Spanien viele Tausende von Juden zum Christenthume übergetreten; man sagt, daß durch die Predigt eines gewissen Vincent Farrar allein 30,000 zum Glauben an den Herrn Jesus bekehrt worden seien. Auch hat es vor- und nachher nie an Beispielen gefehlt, daß Juden, und oft sehr bedeutende Männer, zum Christenthume übergetreten sind. Mancher unserer Leser, und vielleicht die meisten, würden sich wundern, ja sie würden erstaunen über die große Zahl solcher Beispiele und der bekehrten Israeliten, wenn wir sie alle angeben könnten. Wir können aber nur auf die neueste Zeit verweisen. Man nimmt an, daß während der letzten 20 Jahre in Deutschland allein 5000 Juden getauft worden, und diese Zahl ist gewiß nicht zu hoch angegeben. In Rußland sollen in dem jüngst verflossenen Zeiträume von wenig Jahren 3000 den christlichen Glauben angenommen haben. Und in England und Holland ist es gar kein seltenes Beispiel mehr, daß Proselytentaufen Vorkommen, solche Begebenheiten ereignen sich oft und vielfach; und so ist es. wohl inallen Theilen der- Melt', wo Juden-sind und das Christenthum