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Dibre Emeth · 1850-03-01 · 3 (3.1850) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
3 (3.1850)
Date
1850-03-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Herrn und Heilandes. Unter die armm Kinder vertheilte ich 15 Bibeln, 2 Neue Testamente, 5 Liturgien und 10 Traktate. Zn Akre wohnen nur 45 jüdische Familien; sie find alle sehr arm und ernähren sich durch Kleinhandel mit den umliegenden Dörfern. Oktbr. 6. — Da ich auch Chaiffa besuchen wollte, so verließ ich heute früh Akre und gelangte ungefähr in vier Stunden an dem Ziele Meiner heutigen Reise an. Ich ging sogleich in das Zndenviertel, und als ich in das Haus eines Juden trat, fand ich eine Anzahl Juden daselbst beim Kartenspiel. Zch zog sogleich meine Bibel aus der Tasche und las ihnen den vorletzten Vers aus Zrsaias 58. vor: „So du deinen FH von dem Sabbath kehrest, daß du nicht thust, was dir gefällt an meinem heiligen Tage; so wird eS ein lustiger Sabbath heißen, den Herrn zu heiligen und zu preisen. Denn so wirst du denselben preisen, wenn du nicht thust deine Wege, noch darinnen erfunden werde, was dir gefällt, oder was du redest." Zch hatte die Genuchuung, zu sehen, daß fie die Karten sogleich entfernte» und mir auch versprachen, den Sabbath nie wieder zu entheiligen. Dann predigte ich ihnen das Evangelium von unsrer Seligkeit, aber es thut mir leid, sagen zu müssen, daß sie alle zu unwissend waren, um in eine religiöse Unterredung oder Erörterung tiefer einzugehen. Doch hörten sie aufmerksam zu als ich ihnen das Wort des Lebens verkündigte. Nachdem ich Bibeln, Neue Testamente, Liturgien und Traktate unter sie verthrilt hatte, kehrte ich an demselben Tage wieder nach Akre zurück. Oktbr. 6. — Gegen 9 Uhr Abends segelten wir nach Sidon, und da wir sehr günstigen Wind hatten, gelangten wir am ander« Tage gegen 11 Uhr Mittags daselbst an. Zch verließ sogleich das Schiff und ging zu dem Schochat (Schächter) dessen Haus nahe bei der Synagoge ist. Sobald den Juden meine Ankunft bekannt geworden, strömten sie zu dem kleinen Hause des Schächters in solcher Anzahl, daß ich ihm den Vorschlag machte, sein Haus zu verlassen und in die Synagoge zu gehen, wo ich an die Versammelten eine Ansprache hatten würde. Der Schächter ging auf diesen Vorschlag ein; wir gingen in die Sy-

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