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Dibre Emeth · 1850-03-01 · 3 (3.1850) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
3 (3.1850)
Date
1850-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 er gem das Reich Gottes zu seiner Vollendung geführt sähe, und weil er überhaupt gegen die Leiden der Unterdrückten und Elenden nicht gleichgültig sein kann, am allerwenigstens, wenn er. sieht, daß sie die Folgen des Ungehorsams und Abfalls von Gott sind. Zeder wahre Christ wird daher auch mit dem tiefsten Schmerze die folgende Schilderung der Leiden lesen, welche die armen Juden in Kurdistan zu erdulden haben, und wird sich gedrungen fühlen, aus der tiefsten Tiefe seines Herzenheraus zu dem Gotte aller Gnade und Barmherzigkeit zu flehen und zu schreien, daß er seinem alten Bundesvolke doch bald Hülfe senden möchte, damit es endlich von seinen Leiden erlöst und wieder mit allerlei leiblichen, geistlichen und himmlischen Gütern gesegnet werden Wir sagen, er wird sich gedrungen fühlen für das ganze Volk zu beten, denn wenn es auch einem großen Theile desselben äußerlich wohl geht, und wenn viele auch alle Rechte und Freiheiten der Völker genießen, so sind sie doch darum noch nicht glücklich, sondern sind ebenso unglücklich, wie ihre leidenden und unterdrückten Brüderweil wahres Glück allein in Gott ist. Und wer bürgt uns dafür, daß nicht auch über die Zuden in den freien Ländern Europa's, ja selbst in Amerika, dem so glücklich gepriesenen Lande der Freiheit, Verfolgungen über die Zuden hereinbrechen werden? Die Freiheit, die man anstrebt, führt gewiß nicht zur Freiheit, sondern zur Knechtschaft, und die Zuden werden die ersten sein, welche diese Knechtschaft werden fühlen müssen. Doch wir wollen hier nicht weiter in diesen Gegenstand ringrhen, sondern unser Auge auf das Morgenland richten und sehen wie es den armen Zuden in einem Theile desselben, nämlich in Kurdistan, gegenwärtig ergeht. Aus dem Berichte eines Augenzeugen, des Missionspredigers Stern schuß, wird in dem Zanuarhefte bfSJewish Intelligence folgende Mittheilung darüber gemacht: Unser Missionar, Herr Prediger Stern schuß, der neulich eine Reise in Kurdistan gemacht hat, giebt uns eine höchst traurige Schilderung von der Unterdrückung der Zuden in diesem Lande. Unter der Herrschaft des Pascha Ahmet, der jetzt in Konstantinopel in der Verbannung lebt, beliefen sich die Abgaben der Zuden auf

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