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Dibre Emeth · 1850-01-01 · 1 (1.1850) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
6 (1850)
Issue
1 (1.1850)
Date
1850-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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15 als Zugabe fügte ich einige Traktate hinzu. Später kamen mehrere Juden mit den Streitschriften in der Hand und verlangten von mir Widerlegung einiger Einwürfe gegen das Christenthum, die darin enthalten waren; es machte mir aber keine große Schwierigkeit, sie zu widerlegen. Zum Schluffe dieses Berichts macht Herr Lauria noch einige Bemerkungen über den unruhigen Zustand des Landes. Er sagt: Es thut mir leid hinzufügen zu müssen, daß dies Land nichts weniger als ruhig ist. Wir hören von Räubereien und Mordthaten, die in der Stadt und auf dem Lande verübt werden. Des Nachts gehen Meuchelmörder in den Straßen umher, um zu-stehlen, und morden einen Jeden, den sie allein in den dunklen Straßen treffen, im Fall er ihnen Widerstand leistet. Man meint, daß diese Grausamkeiten von den Albanischen Soldaten verübt werden, welche der Pascha vor Kurzem verabschiedet hat, und die stets der Gesetzlosigkeit und Ausschweifung ergeben sind. Die Stadt ist von Truppen eingeschlossen, so daß sie den Schein eines belagerten Ortes hat. Die Regierung entwaffnet jedoch jetzt das Landvolk, und ich hoffe, daß keine Gefahr für uns daraus entstehen wird. Diesem Berichte fügen wir eine Notiz über den Zustand der Juden in Saloniki bei aus einem Berichte des Missionars Goldberg. Sie enthält freilich nichts Erfteuliches, vielmehr zeigt sie uns, wie leicht sich der Unglaube überall bei den Juden Eingang zu verschaffen weiß. Das aber kann die Freunde Zsraels nicht muthlos machen in ihrem Eifer, das Volk zu dem Gott seiner Väter zurückzuführen, sondern es muß vielmehr ihren Eifer noch vermehren, damit der weitern Verbreitung des Unglaubens ein Damm entgegen gesetzt werde. Herr Goldberg schreibt unterm 6. September Folgendes: Da ich nun über ein Zahr hier gewesen bin, während welcher Zeit ich mich bemüht habe, mich von dem Zustande der hieihalmudlschen JudemhumS nachgewiesen werden, und dagegen die Uebereinstimmung des Alte» und Neuen Testaments gejeigt wird.

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