Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 1 (1.1850)
- Date
- 1850-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 D. A. wurde nun zum Kämpfer gewählt, und er griff mich nun mit drei oder vier Fragen auf einmal an. Aber sie bestanden in alten Einwendungen, die bald beseitigt wurden, und dann machte ich einen Angriff auf ihn mit einigen Fragen, die, da sie alle still blieben-und mich allein sprechen ließen, und daher auch Ursache habe, dies zu glauben, gleich den Steinen Davids tief in ihren Kopf drangen, nur daß sie ihnen nicht den Tod, sondern das Leben, nämlich das ewige Leben bringen. Auch zeigte ich ihnen, daß die Verfasser ihrer Schriften nichts von dem wüßten, was wir glauben, oder wenn sie etwas davon wüßten, sie es boshafter Weise entstellten. Darauf ermahnte ich sie, fleißig in der Schrift zu lesen und zu forschen, und sich der Vernunft-zu bedienen, womit sie Gott begabt habe, die Schrift mit der Schrift zu vergleichen, und sich nicht auf das zerknickte Rohr ihrer parteiischen und demnach auch falschen Erklärungen zu stützen. Hier stand rin Jude, mit dem ich schon manches Gespräch über diesen Gegenstand gehabt habe, auf und bekannte kühn: „Er hat recht; ein Zeder, welcher den eigentlichen und wahren Sinn der Bibel erkennen will, muß sie ohne alle Parteilichkeit lesen, und darf sich daher auch keines CommentarS bedienen. Zch habe das gethan, und ich muß bekenne», daß wir entweder Christen werden, oder die Bibel verwerfen müssen." D>— fügte hinzu: „und auch den Sohar*), wo, wie mir Herr L— zeigte, die Dreieinigkeit deutlich gelehrt wird." Ein europäischer Jude, der zugegen war, antwortete mit Humor: „Zch würde eher die Bibel verwerfen, als Christ werden." Ein anderer sagte: „Die Bibel könne nicht ohne Hülfe der Commentare verstanden werden." So disputirten sie eine lange Zeit, wobei ich natürlich kein müßiger Zuhörer war. Bevor ich sie verließ, baten mich verschiedene Juden, ihnen einige Bibeln zu verkaufen, was ich ihnen auch versprach; und am 22. kamen sie zu mir und kauften drei Bibeln, zwei Neue Testamente und drei Exemplare des „Wahren Israeliten**)"-und °) Der Sohar ist ein Kabbalistische« Buch, das bei den ftommen orthodoxen Inden in hohem Ansehen steht. **) Eine Schrift von Hm. vr. M'Canl, worin verschledme Zrrthümer de«