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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 11

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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2Ö3 deutschen Bundesstaaten begründet- Zur Schvoße euM FämMseid ihr vor jeder Anfechtung sicher. UNd hält euch wirklich diS Scham ak, euern Eltern und Verwandten unter die Augen zu treten, nun so benutzt das Mittel/ welches der Thalmud euch äü die Hand giebt: Wer sich bekehren will, der gehe an einen Ort/ wo man ihn nicht kennt. Fürchtet euch nicht vor Kasteiungen und Bußübungen, die ihr etwa zu übernehmen habt. Die sind keine unumgängliche Nothwendigkeit. „Nicht mehr thun ist die beste Buße."* *) **) Zhr dürft bloß wieder nach den Gesetzen unsrer Religion leben, euch festerals früher an dieselbe anschließen, und das ist hinlänglich. So eure Sunden wie Scharlach/ sollen sie wie Schnee weiß werden rc. Wenn ihr hören wollet, sollt ihr das Beste des Landes verzehren. Scheuet nicht die Opfer, die euch eine solche Losreißung kosten dürfte. Zhr könnt an einem andern Orte das Verlorne zehnfach wieder finden. So ihr jedoch Schrift auch nur die geringste Andeutung von solch einer schauerlichen Lehre verkommt Wohl wird Gottes Gnade gepriesen und verherrlicht, wenn der Sünder Buße thut und sich bekehrt, aber nirgend wird gesagt, daß der Mensch, der gesündigt hat und Buße thut, dadurch zu einer höhern Stufe gelange. Auch die Buße ist Gnade von Gott, und darum nicht des Menschen Verdienst. *) Ist ganz gegen das Gesetz und die Schrift. Wenn ein Jude gesündigt hatte, mußte er ein Opfer bringen und seine Sünden bekennen. Das konnte aber nicht heimlich, sondern es mußte öffentlich geschehen. Aber die Weisheit der Weisen ist untergegangen und der Verstand der Klugen hat sich verborgen. Jes. 29, 14. Vergl. Jer. 8, 7. rc. **) Welch ein Begriff von Buße! Soll der Mensch durch diese Buße selig werden, dann gehen sie gewiß alle ohne Ausnahme verloren, denn kein Mensch wird aus eigner Kraft dahin gelangen, die alten Sünden nicht immer wieder zu thun. Die wahre Buße besteht eben mit darin, daß man seine ganze Untüchtigkeit zum Guten erkennt und von dieser Erkenntniß zurück zu Gott, dem Quell des Lebens, getrieben wird, um daraus Kraft zur Heiligung, zur Ablegung der Sünde zu schöpfen. Wer sich so als ein armer Sünder, der sich von der Fußsohle bis zum Haupte krank, elend und verwundet fühlt und weiß, zu Gott bezieht und um Gnade schreit, der wird auch Gnade erlangen, und es wird dann auch an ihm wahr, was der Herr sagt : wenn eure Sünden üuch sind wie Scharlach/ so sollen sie doch schneeweiß werden.

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