Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 12 (12.1849)
- Date
- 1849-12-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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202 Säürr Hof. 2, 20. bis Ende, Zoel Kapitel 3 und 4., besonders Vers 12. und viele andern. Siehe auch Gebet rfittfb (Unsere Pflicht ist es zu loben re.), besonders s3 bis Ende (daher hoffen wir rc.). Darum meine Lieben, reißt euch los, weils noch Zeit ist. Nehmet keine Geschenke oder Gefälligkeiten an, und habt ihr welche empfangen, so gebt sie zurück. * *) Die Missionare oder eure sonstigen Verführer werden euch zwar durch verschiedene Kunstgriffe zu fesseln suchen, werden nicht einmal gerne zugeben, daß ihr eure Eltern besucht.**) (Scham oder Furcht wird euch selbst von solchem Schritte abhalten —) Aber, stoßt von euch alle Hindernisse, werft weg die falsche Scham, glaubt nicht, daß ihr zu weit gegangen und daß Büße euch nicht mehr nütze. Kein Verbrechen kann der Buße widerstes hen. Höher noch stehen die Bußfertigen, als die, welche niemals irre gegangen. ***) Gewissensfreiheit ist in den Landesgesetzen aller Erde einst gelangen sollte, oder wie die Schrift sagt, daß durch dasselbe alle Völker gesegnet werden sollten. Gewiß nicht, dieser Bund war längst schon mit Abraham gewacht, und dieser Gnadenbund Gottes mit Israel und allen Völkern ist unveränderlich und ewig. Der Bund, den Gott mit Israel nach seinem Auszüge aus Egypten in der Wüste machte, bestand vielmehr gerade in äußerlichen Gesetzen, in tausenderlei Ceremonien und Vorbildern, wovon man bisher nichts wußte. Und diese sind es gerade, die verändert werden sollen, was auch aufs klarste dadurch ausgesprochen wird, daß das Gesetz nicht mehr, wie es in der Wüste geschah, auf steinerne Tafeln, sondern ins Herz geschrieben werden soll. Daß übrigens das Ceremonial-Gesetz nie wieder hergestellt werden wird, wird wohl auch der Verfasser nicht leugnen, denn auch sein ganzes Inneres wird sich, wie das wenigstens bei allen unfern deutschen Juden, vielleicht nur mit weniger Ausnahme, der Fall ist, gegen die Einführung des blutigen Opfers von Thieren sträuben. Fallen aber die Opfer weg, dann fallen zugleich auch fast alle Ceremonien. *) Sonderbar! Sonst machen es die Juden den Christen zum Vorwurf, daß sie nur ihren Glaubensgenossen Wohlthaten erweisen, die Juden aber davon ausschließen, hier aber werden die Juden aufgefordert, von den Christen keine Wohlthaten anzunehmen, oder sie wieder zurückzugeben. **) Wenn doch der Verfasser uns wenigstens einen von den Kunstgriffen der Missionare nachgewiesen hätte. ***) Wer also eine hohe Stufe erreichen will, der wird vorher das Gesetz Gsttes übertrete» üNd sündigen müssen. Wir möchten wissen, wo in der heiligen