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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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201 Welt diesen hohen Gedanken gefaßt hat, dann wird Israel wieder zu seinem Glanze gelangen; Jerusalem wird blühen in der größten Herrlichkeit in der Mitte aller Völker und von allen Völkern als heilige Stätte anerkannt werden. Alle Menschen auf der ganzen Erde, werden den einzigen Gott allein in Wahrheit anerkennen, verehren und lieben und alle Leidenschaften werden ein Ende haben. Siehe Zes. 2, 2—4. Sach. 2, 15. 16. Zerm. 23, 1—8; Kap. 30, 10. bis Ende, Kap. 31. Aus Vers 32. bis 38. geht hervor, daß Gott niemals Israel verworfen,*) daß er vielmehr in jenen spätem Tagen einen neuen unauflösbaren Bund mit ihm schließen und seine Thorah (Gesetz) (die alte Thorah, es heißt nur nicht N^N — ein neuer Bund und nicht ein neues Gesetz) ihm in das Herz schreiben werde. **) Erkenntniß des einen wahren Gottes gebracht worden sind? Der Verfasser oder irgend ein Jude bringe uns nur eine einzige Thatsache dafür. Was in dieser Beziehung geschehen ist, ist zunächst nur durch solche Juden geschehen, welche, wie die Apostel und die Jünger des Herrn Jesu, ihn als den Messias anerkannten, dann von den Christen, wie auch heute noch. Das ist wiederum geschichtliche Thatsache, die Niemand leugnen kann, und darum ist das Nein und Amen des Verfassers die allerfrechste Lüge. Was er aber faselt von den „hohen Gedanken des einzig einigen Gottes, wie er sich ihn denkt, so ist derselbe nicht einmal in seinem Gehirn entsprungen, sondern er ist längst schon von den ungläubigen Christen ausgesprochen worden, und da diese ihn auch unter den Christen zu verbreiten gesucht haben, und leider nicht ohne Erfolg, so gebührt selbst diese Ehre, diesen „hohen Gedanken" unter den Menschen Geltung verschafft zu haben, nicht den Juden, sondern den ungläubigen Christen. .*) Auch wir glauben nicht, daß Gott Israel verworfen hat, vielmehr glauben wir, daß er es wieder annehmen wird, aber nicht eher, als bis sie ihre und ihrer Väter Missethat bekennen werden, und sich ihr unbeschnittenes Herz demüthigen wird, und sie sich die Strafe ihrer Missethat gefallen lassen, 3. Mos. 26, 40. 41.; nicht eher, als bis sie sich bekehren, und den Herrn ihren Gott, und ihren König David, den Messias, suchen werden Hos. 3, 5., und auf den sehen werden, den sie durchbohrt haben. Sach. 12, 10. Sobald Israel das thun wird, wird es auch wieder in alle seine Vorrechte eingesetzt werden. **) Worin bestand denn der Bund, den Gott mit Israel machte, als er es aus Egypten führte? Doch nicht etwa darin, daß er damals erst das Volk zu seinem Eigenthumsvolke, zum Träger einer Gnadenverheißungen, oder dazu erwählte und wachte, daß durch dasselbe seine Gnade auch zu allen Völkern der

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