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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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200 Za Gottes Wille wird durch seine Hand glücklich vollführt. Wenn die Missionare auch durch ihre Blätter von der Ausbreitung des Christenthums die Wahrheit desselben beweisen wollen, so sage ich: Nein! sondern Gottes Wille wird durch die Hand seines schwachen Knechtes Israel vollfbhrt. Nach Nord- und Südamerika, nach Australien und den entferntesten Winkeln der Erde wird es zerstreut und gestoßen, daß die Völker alle von ihm, dcrs keine Missionare ausschickt und Niemanden seine Religion aufdringt, die Lehre empfange (n?): Gott ist einer und sein Name einer. Amen.*) Und dann, wenn alle tragen, und der Vater nicht für den Sohn sterben und dessen Missethat tragen, sondern ein jeglicher für feine eigene "Sünden sterben soll! Wenn hat fich Israel!wie ein Schaf zur Schlachtbank führen lassen ohne seinen Mund auszuthun? Bon jeher hat .es aus allen Kräften gestrebt das Joch abzuschütteln, das ihm aufgelegt worden ist, und besonders hören wir in unfern Tagen ihre Klagen darüber wieder lauter werden als je. Wir verdenken das den Juden keinesweges, aber eben darum paßt auch das, was in dem fraglichen Kapitel gesagt wird, auf Israel wie die Faust aufs Auge. Und endlich wie paßt das auf Israel oder auch nur auf irgend einen sündigen Menschen : Er hat Niemand Unrecht gethan noch ist Betrug in seinem Munde gewesen? Wenn Israel das von flch sagen will, dann begeht es die größte Gotteslästerung, wenn es in seinen Gebeten dennoch bekennt, daß es sündig ist, ja seiner Sünden wegen aus seinem Lande vertrieben und unter die Völker der Erde zerstreut worden ist. Doch genug. Wenn nun aber der Verfasser sagt, diese Weissagung sei in Jesu nicht in Erfüllung gegangen, so fordern wir ihn auf, zu beweisen, aber „watematisch", und nicht etwa bloß Phantasiebilder für Beweise hinzustellen, daß Jesus ein Sünder gewesen, daß er Jemanden Unrecht gethan hat, daß er nicht als ein Schuldopfer gelobtet und sich wie ein Lamm ohne seinen Mund aufzuthun zur Schlachtbank habe führen lassen, und am dritten Tage wiederum auferstanden sei und nun in die Länge, das ist, ewig lebe, daß das Vornehmen Gottes nicht durch seine Hand sortgeht, kurz daß irgend ein Ausspruch in diesem Kapitel in Jesu nicht in Erfüllung gegangen sei. Solche Beweise uns zu geben ist kein Mensch im Stande, er würde die Geschichte seit der Erscheinung Christi weg leugnen müssen. Und wenn der Verfasser nur erst an das Wort Gottes glauben wollte und einen Begriff von dem Wesen der Sünde hätte, dann würde er auch selbst die Erfahrung an sich machen, daß er auf keine andere Weise gerecht werden kann als durch die Erkenntniß Jesu Christi. *) Was hat denn Israel seitdem es unter die Völker der Erde zerstreut ist gtthan, daß der Götzendienst auf Erden zerstört, und die armen Heiden zur

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