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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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197 Sacharjah lehrt uns: Und Gott wird König über die ganze Erde, (sein?) Zn demselben Tage wird Gott sein einer und sein Name einer! — So lange aber noch sein Name ein dreifacher ist, ist der verheißene Zeitpunkt des Messias noch nicht da. So lange müßt ihr noch hoffen und harren auf ihn und die Andeutungen der Propheten werden für Zsrael noch sicher in Erfüllung gehen. die Schrift meint, wenn es heißt: Lasset uns Menschen machen re. 1. Mos. 1, 26., was die Schrift unter dem Geiste Gottes versteht, der so oft genannt wird; wie der Engel des Herrn, der so oft erscheint, wenn er ein erschaffenes Wesen und nicht Gott selbst ist, sich göttliche Eigenschaften, Werke und Namen beilegen kann? Siehe 1. Mos. 16, 7. Kap. 21, 17. 28. Kap. 22, 11. re. und Kap. 31, 11. rc., wo er sich den Gott zu Bethel, das ist, Jehovah nennt, denn zu Bethel erschien dem Jakob Jehovah selbst. 2. Mos. 3,2. rc. Wie kann Gott selbst von diesem Engel sagen, daß er das Volk Zsrael auf dem Wege durch die Wüste behüten und in das verheißene Land bringen werde, da er sich sonst diese Ehre selbst zuschreibt, ja wie kann Gott ihm die Macht der Sündenvergebung zuschreiben und von ihm sagen: Mein Name ist in ihm. 2. Mos. 22, 20 und 21. Bergt. Zes. 63, 10. Zu solchen Beweisen fordern wir die Juden auf, wie auch in Bezug auf die Lehre von der Gottheit des Messias. Sie mögen uns sagen, wie das Kind, das nach Zes. 9,6. geboren werden soll, starker Gott und Vater der Ewigkeit genannt werden kann; wie von dem Herrscher, der nach Micha 5, 1. aus Bethlehem kommen soll, gesagt werden kann, seine Ausgänge sind von Vorne her und von dm Tagen der Ewigkeit; wie der große Davidssohn, der Zer. 23, 5. 6. verheissen wird, geradezu Jehovah unsere Gerechtigkeit genannt werden kann; nur dies mögen sie uns fürs erste sagen und mit „matematischen" Beweisen die Richtigkeit ihrer Erklärung begründen, dann wollen wir ihnen zugeben, daß im Alten Testamente von einem Messias, der Gott und Mensch zugleich ist, keine Rede sei. Aber wir wiederholen es, wir verlangen matemattsche Beweise. Die Lehre von der Dreieinigkeit in dem Einen Wesen Gottes ist auch gar noch nicht das Schwerste und Größeste, was die Bibel von uns zu glauben fordert, das Schwerste, was sie fordert, ist überhaupt der Glaube an einen außerweltlichen Gott, und an die Schöpfung aus Nichts. Denn jeder „Schulbube" weiß, aus Nichts wird Nichts, und wohl wird matt mir eher matematifch beweisen können, daß der Raum ohne Grenzen und die Zeit ohne Anfang und Ende sei, und daß kein Wesen, wie es auch heißen möge, also auch Gott nicht, außer Zeit und Raum existiren könne, als das Dasein Gottes außer Zeit und Raum und die Schöpfung der Welt aus Nichts. Bin ich nur erst über diesen Berg hinweg, kann ich nur erst den Anfang der Bibel, daß Gott vor aller Zeit und außer dem Raume dagewesen ist, und die Welt aus Nichts gemacht hat, glauben, das andere soll mir dann gar nicht schwer werden zu glauben. O ihr Herrn, kommt und helft mir erst über diesen Berg hinweg, gebt mit erst „matt-

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