Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 12 (12.1849)
- Date
- 1849-12-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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196 Nicht wahr, ihr seid zurückgetreten auf einige Augenblicke. Ihr schenkt gerade in diesem Augenblick dem Neuen Testament keinen Glauben, ihr urtheilt also noch unbefangen! — Maria sei nicht von Joseph beschlafen worden. Welchen Beweis haben wir dafür? Kann eine unsittliche Handlung nicht im Bräutigamsstande vorgefallen sein? Und wenn auch Joseph keinen Theil daran hatte, wer bürgt euch, daß Maria von der fleischlichen Berührung jeder andern Mannsperson frei geblieben? Und dann der Widerspruch: Zesus sei nicht Josephs Sohn und doch ein Abkömmling Davids? — Wer euch hierüber, so lange ihr noch euern gesunden Menschenverstand von Gott beisammen habt, ins Reine bringt, der mag auch den Triumph über euch erleben, daß ihr euch seinen übrigen Behauptungen fügen müßt. Der mag euch alsdann klar wachen, daß drei eins seien, und daß das Eins ohne die drei nicht bestehen könne. — Prüfet!!! Ist das Eins allmächtig, allweise, allwissend, allgegenwärtig rc? und war sohin allein im Stande, die Welt zu erschaffen, zu erhalten und auch zu regieren, wozu drei? Besitzt aber das Eins die besagten Eigenschaften nicht in ihrer ganzen Vollkommenheit, so können sie einem Dritten desselben noch weniger zugeschrieben werden; und eine getheilte Allmacht, eine getheilte Allwissenheit rc. gehört in das Reich der Unmöglichkeit. Daß drei Drittel ein Ganzes ausmachen, weiß jeder Schulbube, daß sie aber ein wirkliches Ganze seien, zu dieser Beweisführung muß der Matewatiker erst geboren werden.—*) Der Prophet °) Da der Verfasser das N. T. gelesen hat, so mußte er wohl wissen, daß es nicht solchen Unsinn von der Dreieinigkeit lehrt, wie er hier aufstellt. Wußte « das aber, so entstellt er wissentlich und aus Bosheit diese Lehre und macht sich selbst zum Bettüger, und die Schande, die er gern den Missionaren oder Überhaupt dem Christenthuwe anthun möchte, fällt ganz auf ihn zurück. Anstatt aber tu solcher Weise gegen die Lehre von der Dreieinigkeit aufzutreten, hätte er besser gethan, zunächst sich selbst und dann seine Glaubensgenossen zu belehren, was das A. T. meint, wenn es ebenfalls von einer Mehrheit in Gott redet, und wenn es den Messias selbst als Gott schildert. Wir fordcm ihn und alle Jude», welche die Dreieinigkeit leugne», auf, ja wir fordern sie heraus, uns eine genügende auf „matematischen" Beweisen beruhende Erklärung darüber zu geben , was