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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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195 zerknickenden Rohre greifen müßt, auf welches gestützt ihr den beschwerlichen Weg ins Jenseits fortsetzen sollt. Man raubt euch alles Kerngut,* **)) damit ihr euch nachher glücklich schätzt, noch die leere Schale benagen zu dürfen. — Man wirst uns Juden vor, daß wir nicht ohne Bortheil handeln und tauschen. Gut, wir lassen diesen Borwurf gelten und untersuchen, was man uns denn Besseres daran (?) tauschen will. Man will uns zu dem, den alle Menschen Bater nennen, noch einen Sohn, und für den einigen Gott einen dreifachen geben. In der That, ein nicht unvorcheilhaft scheinender Tausch für Heu bedächtigen, alles wohl berechnenden Juden- Er der vorhin nur bei dem Bater der Familie'Eingang gefunden, kann nun seine Waare auch hei dem Sohne (ja vielleicht gar noch bei der Mutter) verwerthen. Und dieser Sohn soll göttlich sein, wie der Baker, ja soll Gott selbst sein? — ##) Ihr, die ihr im Begriffe steht, den unseligen Schritt zu begehen, und ihr, die ihr bereits eingegangen seid auf den euch vortheilhast scheinenden Tausch, tretet noch einmal zurück in ener voriges Berhältniß, prüfet, und behaltet dann das Beste! — Jesus, der vom Weibe Geborne, vom Weibe, das ohne alle männliche Berührung ihn empfangen haben soll, sei der göttliche, sei der dem Fleische nach von David in gerader Linie abstammende Messias, und Joseph sei nicht sein leiblicher, sondern bloß sein Pflegevater, denn es fand sich, daß Maria, seine Mutter, schwanger war ehe er sie heimholte! — Also erzählt das Reue Testament gleich in seinem ersten Kapitel. *) Wo redet die Schrift von Verdienste eigner Persönlichkeit? Wir haben aber gesehen, daß selbst Abraham kein eigen erworbenes, sondern nur ein zugerechnetes Verdienst hat. Wie sollten wir cs habe»? Und was ist das Kerngnt der Schrift? Die Schrift sagt, uyd der Berfasftr bekennt es, haß dem Menschen die Sünden nicht zugerechuct, sondern aus Gnaden vergeben werden, **) Zu diesen Spöttereien bemerken wir nur, daß sie de» Verfasser allein schünden, aber weder dem Herrn Jesu, noch dein Christenthume einen Fleck anhängep können. Wer solcher Spöttereien ungeachtet, hat das Vornehmen des Herrn durch die Hand Jefn feinen Fortgang gehabt, und wich ihn haben, wen» sich auch alle Welt und alle Teufel demselben widersetzen sollten. 15*

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