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Dibre Emeth · 1849-12-01 · 12 (12.1849) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
12 (12.1849)
Date
1849-12-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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194 beweißt, daß Werke besser seien als Glaube. Vergleichen wir nun 1. Mos. 18, 19., wo es deutlich heißt: „Denn ich habe ihn rrksnnt, aus daß er gebieten lwßrde?) seinen Löhnen Wb seinem Hause nach ihm, daß sie hasten den Weg Gottes, zu üben Gerechtigkeit und Recht, damit Gott bringe über Abraham das, was er feinet wegen gesprochen." Und 1. Mos. 26, 5.: Darum weil Abraham gehört auf meine Stimme und beobachtet hat meine Aufträge, weine Gebote, Gesetze und Lehren. Was anders, als die guten Werke ziehen ihm die erwähnte Belohnung zu?*) Auch hier rufe ich: Prüfet, und behaltet daß Beste! Fragen wir nun: Warum will man euch denn doch so ganz als verflucht, als in euch selbst verworfen darstellen? Warum will man euch alles Verdienst eurer eignen Persönlichkeit rauben? Warum will man euch zu einer Hingebung auf Treu und Glauben zwingen, wo ihr durch klares Erkennen, durch Selbstthätigkeit zu demselben Ziele, zur Seligkeit nämlich gelangen könnt? — Antwort: Man will euch dix Brüche von hinten abwerfen, daß ihr nicht mehr zurück zu kehren es wagen dürft, ohne Gefahr zu laufen in den tiefsten Abgrund zu stürzen. Man muß euch erst bis zur Verzweiflung bringen, damit ihr dann in der Angst eures Herzens nach dem Der Glaube, antwortet der Verfasser selbst. Also nicht die Werke, wie er im Widerspruche mit sich selbst sogleich hinzufügt. Und diese Tugendthat ist ja auch rrur eine zugerechnete, also keine verdienst. Es kann demnach von verdienstlichen Werken nicht die Rede sein, sondern nur von Werken, die uns als solche zugerechnet werden. Was macht uns nun tugendhaft oder gerecht; denn tugendhaft im vollen Sinne des Wortes ist nichts anders als gerecht? Antwort: der Glaube an die Verheißungen Gottes, und demnach werden wir auch nur durch den Glauben selig werden können, denn nur der Gerechte wird Gottes Angesicht schauen und selig sein. Die Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben hangt abrr auch gar nicht von dieser Stelle ab, sondern sie ist begründet in der Vergebung der Sünden aus Gnaden. Die Gnade Gottes kann mir nur zu Thejl werden, wenn ich glaube. Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefasten und Gutes zu thun. Auch heißt es Habak. 2, 4. ausdrücklich: der Gerechte lebt durch seinen Glauben. *) Welch ein sonderbarer Schluß! Die Werke waren ja nichts anders als Folge seines Glaubens, der Glaube an Gottes Verheißungen gab ihm die Kraft dazu. Darum war, ist und bleibt der Glaube die Hauptsache.

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