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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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191 zählt wird, was der Priester freilich nicht zugeben wollte. Nach seiner Meinung kommen die Samaritaner von dem Stamme Ephraim her, ihre Priester sind Nachkommen Aarons, und ihr Gesetz ist das einzig wahre Gesetz Gottes in der Welt. Der Messias wird kommen und vor der ganzen Welt erklären, daß sie das wahre Gesetz haben; denn wenn er erscheinen wird, wird er zu den Juden und Christen sagen: Wenn ich euch eine Abschrift des wahren Gesetzes Moses zeige, die von Zosua, dem Sohne Nuns, verfertigt worden ist, wollt ihr es dann annehmen?" Darauf werden sie natürlich mit Za antworten. Dann wird er mit ihnen auf den Berg Grisim gehen, wo die zwölf Steine sind, auf welche Zosua die Bücher Moses schrieb. Diese Schrift wird er mit unser« Gesetze vergleichen, wo es sich dann zeigen wird, daß beide übereinstimmen; und so werden alle unser Gesetz annehmen. Als ich ihn fragte, wie er es beweisen könnte, daß Gott einen Messias senden wolle, führte er dafür die Stelle 5. Mos. 18,18. an, und legte großen Nachdruck auf das Wort "pOD (wie du). Der Messias muß in jeder Hinsicht wie Moses sein; er muß bauen, nicht einen Tempel, sondern eine Stiftshütte, er muß Alles wieder Herstellen, wie es in den Tagen Moses war. Das Feuer wird vom Himmel kommen und die Opfer verzehren, zum Zeichen, daß sie Gott angenehm sind. Die Herrlichkeit des Herrn wird auf der Stiftshütte erscheinen, und die ganze Welt wird dann den wahren Weg zum Himmel erkennen. Zch fragte ihn dann, ob sie an die Auferstehung des Leibes glaubten, was er bejahte. Die Stellen, worauf die Samaritaner diese Lehre gründen, sind, wie sie von dem Priester Amram angeführt wurden, folgende: 1. Mos. 9, 5. Er übersetzte diese Stelle aber: „Und wahrlich, wenn ihr euch selbst tödtet, so werde ich euer Blut fordern; von der Hand eines Zeden, der da lebt, werde ich es fordern." Anstatt DTI las er Tt und erklärte, „wenn Zemand seinen Nachbar tödtet, so ist die bürgerliche Obrigkeit verpflichtet, den Mörder zum Tode zu verurtheilen, aber wenn Zemand einen Selbstmord begeht, so wird Gott einen solchen Menschen bestrafen, wenn er wieder lebendig wird, und das kann nur am Tage der Auferstehung geschehen."

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