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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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192 Dann berief er sich auf 4. Mos. 14, 35., welche Stelle er also übersetzte: „Zn dieser Wüste werden sie umkommen, und daselbst (am Tage der Auferstehung) werden sie ewig sterben". Und wiederum führte er 5. Mos. 32, 34 und 35. an: Ist solches nicht bei mir verborgen, und versiegelt in meinen Schatzkammern auf den Tag der Rache und der Vergeltung. Anstatt *h (mein) las er nämlich ttvh (auf den Tag). Ich sagte ihm, daß sein Vater mir versprochen habe, diejenigen Stellen aus ihrem Gesetze für mich auszuschreiben, welche darin anders lauten als in dem Gesetzbuche der Zuden. Darauf erwiederte er: „Mein Vater ist ein alter Mann, aber ich werde es thun. Zch dankte ihm im Voraus, und nachdem wir uns noch einige Zeit unterhalten hatten, verließ er mich. Nachdem Herr Ewald einige interessante Mittheilungen über den religiösen Zustand der griechischen Christen in Nablus gemacht hat, die wir leider wegen Mangel an Raum nicht aufnehmen können, fährt er in seiner Erzählung von den Samaritanern also fort: Gegen Abend bestiegen wir den Berg Grisim. Wir hatten zwei Führer, einen Samaritaner und einen Christen. Der Erstere zeigte uns all ihre heiligen Oerter, auch die zwölf Steine, auf welche Zosua das Gesetz schrieb. Die Steine sind außerordentlich groß, aber es ist keine Schrift darauf sichtbar. Unser samaritanische Führer sagte, daß die Schrift auf der untern Seite der Steine sei. Die Samaritaner lesen in der Stelle 5. Mos. 27, 4. Grisim statt Ebal, und sagen, daß der Altar auf diesem Berge und nicht auf Ebal erbaut wurde. Wir brauchten gegen eine Stunde, bis wir die Spitze des Berges erreichten. Es ist jetzt nichts merkwürdiges auf demselben, als die Ruinen eines großen alten Gebäudes; aber die Aussicht von dem Berge ist herrlich; er ist 2500 Fuß über dem Mittelländischen Meere. (Schluß folgt.) Dies Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 10 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Herausgeber selbst, alle Buchhandlungen an. Gedruckt und in Commission bei Trowitzsch und Sohn in Frankfurt a. d. O.

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