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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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189 die Stelle so lauten: „Es wird das Scepter von Zuda nicht entwendet werden, noch ein Meister, oder Gesetzgeber von seiner Fahne, bis daß der Held (Schiloh) kommt, ic." Er behauptete: Wenn der Messias kommt, so wird er auf dem Berge Grisim erscheinen, den Tempel bauen, Opfer anvrdnen und alle Menschen dahin bringen, daß sie das Gesetz Moses, wie sie, die Samaritaner, es erhalten hätten, annehmen. Als ich ihn fragte, warum der Messias von Gott verheißen worden sei, antwortete er: „Uns zu helfen, und aus den Händen unsrer Feinde zu befreien und unfern Tempel auf dem Berge Grisim zu bauen." Darauf erwiederte ich ihm: Dann glauben Sie, daß Niemand als die Samaritaner eines Messias bedürfen? Worauf er antwortete: „Ganz natürlich. Bedürfen denn die Muhamedaner eines Messias? Sie sind ja zahlreich und mächtig. Bedürfen die Christen eines Messias? Sie sind ja zahlreich, sind reich, sie sind mächtig. So sind auch die Juden. Aber wir armen Samaritaner, wir sind tas Volk, oder das Ueberbleibsel eines Volkes, das auf dem Erdkreise fast ganz zusammengeschmolzen ist, wir bedürfen der Hülfe eines Messias." Ich sagte ihm, daß alle Menschen eines Messias bedürfen. Ich hatte eine arabische Bibel bei mir, und las nun das 53. Kapitel Zesaias. Die Antwort darauf war, daß er weder an die Propheten glaube, noch verstehe, was der Prophet hier sage. Zch bemühte mich nun, ihm zu zeigen, daß alle Menschen Sünder sind, und deswegen eines Erlösers bedürfen. „O nein! erwiederte der alte Mann, ihr Protestanten seid gute Leute, ihr begeht keine Sünde, ihr stehlt nicht, ihr laßt Zedern das Seine, ihr seid gegen Jedermann gütig, ihr seid keine Sünder." Es war vergebens, mit ihm über diesen Punkt zu sprechen; er konnte durchaus nicht glauben, daß die Menschen so schlecht seien, wie ich sie schilderte. Für sie ist es hinreichend, einen heiligen Berg Grisim zu haben, um an jedem Osterfeste sieben Lämmer darauf opfern zu können, um vier Mal des Jahres auf die Spitze desselbrn zu gehen und daselbst anzubeten, nämlich den ersten und letzten Ostertag, an Pfingsten und am Laubhüttenfeste. Der Berg Grisim ist Alles,

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