Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 11 (11.1849)
- Date
- 1849-11-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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188 Scharlach, sollen sie schneeweis werden. Prüfet aüch dies und behaltet das Beste! (Schluß folgt.) Die Samaritaner. (Fortsetzung.) Herr Ewald besuchte nun auch die Synagoge der Zuden, wo er von den Zuden freundlich empfangen wurde und sich mit ihnen volle drei Stunden über die wichtigsten Heilswahrheiten unterhielt. Am Nachmittage hatte er wieder eine Zusammenkunft mit den Samaritanern, worüber er folgendes berichtet: Nachmittags ging ich wieder zu den Samaritanern. Zch fand den Priester Soliman im Hofraume sitzen; er lud mich ein, mich neben ihn zu setzen, was ich auch that. Zch fragte ihn, ob sie an einen Messias glaubten, was er bejahte. Zch bat ihn nun, mir die Stellen im Gesetze Moses zu nennen, aus denen sie beweisen, daß Gott einen Messias verheißen hat. Darauf antwortete er, daß eine solche Verheißung in einem Verse ihres Gesetzes enthalten sei, der unmittelbar auf die zehn Gebote folge, aber in dem Gesetze der Zuden fehle, und daß dieser Vers dem Ausspruche 5. Mos. 18, 15. entspreche: „Einen Propheten, wie mich wird der Herr, dein Gott, dir erwecken, aus dir und deinen Brüdern, dem sollt ihr gehorchen rc." Dann fuhr Soliman fort: „Unser Gesetzbuch ist das richtige, wir haben es so, wie es Gott Mosen gegeben hat, aber die Zuden haben es nicht mehr so. Der Schriftgelehrte Esra hat es verfälscht; in einer Ausgabe sind 172 Stellen, die in dem Gesetzbuche der Zuden verschieden lauten." Zch bat ihn, mir diese Stellen im Arabischen auszuschreiben, da ich wußte, daß er dies auf keinen Fall in der Samaritanischen Sprache thun würde, weil sie dieselbe als die heilige Sprache betrachten, welche Niemanden als den Samaritanern zu lesen erlaubt ist. Er versprach mir dies zu thun, hielt aber nicht Wort. Zch führte nun 1. Mos. 49, 10. an, aber er las anders als im Hebräischen. Anstatt: von seinen Füßen, las er von seiner Fahne. Nach den Samaritanern würde demnach