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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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185 setze gegeben, welche es nicht zu erfüllen im Stande ist, um es verdammen.zu können! — Hört! hört! der Allbarmherzige, Allgütige, hätte seinem Lieblinge eine Last aufgelegt, die ihn erdrücken muß? — Aufrichtige Reue und Buße sühnen alle Vergehungen gegen das Gesetz. Die Thorr (der?) Buße werden im Himmel niemals verschlossen, lehrt die Gemara. An vielen Hundert Stellen ermahnen Moses und die Propheten zur Buße, und der Allbarmherzige hat uns den Versöhnungstag eingesetzt. Siehe 3. Mos. 16, 29. 3. und 23, 26 — 32. Wozu ein jährlicher Versöhnungstag, wozu Reue, Buße, Zerknirschung und Demüthigung, wenn die guten Werke uns nicht selig machen? Wozu Besserung des Wandels, wenn diese Besserung, die doch auch Nichts Anderes, als ein gutes Werk von unsrer Seite ist, zu unsrer Seligkeit nichts beitragen kann? Was ist Freiheit des Willens, wenn unsre guten Werke nicht uns selbst, sondern der fraien Gnade,*) die (durch?) den Glauben rechtfertigt ohne Verdienst der Werke, zugerechnet werden! Wie können dem Sünder seine schlechten Werke zugerechnet und er dafür bestraft werden, wenn die freie Gnade nicht so gnädig war, ihn durch Zutheilung ihrer freien Gnade auf die Ausübung guter Werke zu lenken? Nein, meine lieben, israelitischen Mitbrüder! Mit gesunder Vernunft, kann euch die Freiheit des Willens, vermöge welcher Gutes oder Böses zu thun dem Menschen allein überlassen ist, nicht entzogen werden. Unsere Religion drückt sich mit Bestimmtheit und Deutlichkeit aus: Eure Rechtfertigung hängt von euch selbst, von eurem Wollen und Thun ab. 5. Mos. 30, 15. „Siehe ich lege dir heute vor das Leben und das Gute, den Tod und das Böse." Siehe auch Vers 16 und 17. dann siehe Hes. 33, 12—20. wo es zum Schluffe heißt: „Jedem nach seinem Wandel richte ich euch, Haus Zsrael. Prüfet rc.!"**) *) Also lehrt die Concordienformel, welche auf der Kirchenversammlung zu Nicea tm Jahre 325 (sie?) verfaßt wurde. Anmerk, des Berf. ") Wie der Verfasser aus diesen Stellen beweise» kann, daß es in dem Willen des Menschen steht, „Gutes oder Böses zu thun," ist uns unbegreiflich. Die Schrift sagt ausdrücklich: Das Dichten und Trachten des menschliche» Her- «

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