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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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183 Zm Urtexte heißt es: N11NN nm nx oy> »h "MX nXTD, und Luther übersetzt: Wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt. Es müßte also im Texte heißen i-Ql Sd NX re. Und dann übersetzt Luther mit erfüllen und mit thun, welches doch wohl eins und dasselbe ist, während er vierten Buch Moses Kap. 30, 14. 15. CD'p' mit dem richtigeren „bekräftigen" übersetzt, welches auch hier das bessere wäre, und das Deutsche des Verses alsdann so lauten würde: „Verflucht sei, wer nicht bekräftige (in seinem Herzen als Wahrheit bestätiget) die Worte dieser Lehre, darnach zu thun." Hiemit ist dann bloß gesagt, daß der Herr denjenigen schrecklich bestrafen werde, welcher die Thorah (das Gesetz) bloß zum Scheine übernimmt, im Herzen aber (nach 5. Buch Moses 29, 18.) sich segnet und spricht: Es wird mir wohlgehen, wenn ich dem Dünkel meines Herzens folge. Keinesweges aber giebt diese Stelle auch nur einen Schein bestimmter hervorgchoben. Daß aber das Wörtchen „alle" wirklich darinnen liegt, beweist zum Ueberfluffe noch das folgende Kapitel. Es hebt gleich damit an: „Und es wird geschehen, wenn du hören wirst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, um zu bewahren zu thun alle feine Gebote," dann nämlich werden alle die verheißenen Segnungen über dich kommen. Und wiederum B. 15.: „Und es wird geschehen, wenn du nicht hörst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, um zu bewahren zu thun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden über dich kommen alle diese Flüche und dich treffen. Hier nun, wie auch bei der Androhung des Fluches 3. Mos. 26, 14. steht überall das Wörtchen „alle" und dies beweist denn wohl auch hinlänglich, daß auch in dem fraglichen Verse nur derselbe Sinn liegen kann. Denn Gott kann unmöglich das eine Mal auf die Uebertretung aller Gebote den Fluch gelegt haben, und dann wiederum nur auf die Uebertretung einiger, und wir werden demnach nicht die Lutherische Uebersetzung und Erklärung als eine falsche verwerfen muffe», sondern die des Verfassers. Wegen der Uebersetzung des Wortes (erfüllen) wollen wir mit dem Verfasser nicht streiten. Wir machen ihn nur darauf aufmerksam, daß die Bedeutung des Wortes, die ihm Luther in dieser Stelle giebt, sich bei den Juden so eingebürgert hat, daß sie, wenn sie von dem Halten oder Erfüllen des Gesetzes reden, so viel uns bekannt ist, nur dies Wort gebrauchen. Q*pD rtt£7Q min sein (Thorath Mosche mekajim sein) heißt bei ihnen nie etwas Anders, als das Gesetz Moses halten oder erfüllen. Aber auch nach der Uebersetzung des Verfassers wird die Strafe jede Uebertretung treffen, und erst recht. Denn wenn der Sinn des Wortes ist: „in seinem Herzen als Wahrheit

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