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Dibre Emeth · 1849-11-01 · 11 (11.1849) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
11 (11.1849)
Date
1849-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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179 hört ihr eine Predigt, die, was nicht zu läugnen ist, oft viel Schönes enthält.") Aber alles wird aus dem Neuen Testamente hergeleitet, Zesus als das Muster aller Tugend dargestellt und sein Erscheinen, sein Leiden re. aus den Prophezeihungen des Alten Testamentes nachgewiesen. Kann dies ohne allen Eindruck auf euch bleiben? — Nimmermehr! Aber hintendrein ist gut prophezeihen! 3) Man giebt euch eine Bibel. Entweder bloß ein oder beide Testamente. Zn diesem Moment begeht ihr einen gefährliche» Fehler. Zhr nehmt das Buch als ein heiliges Buch in die Hand und zollet ihm somit eure Achtung, bevor ihr euch überzeugt habt, ob es dieselbe auch verdiene."") Zm Alten Testamente findet ihr sehr viele Verse, welche durch die unten beigefügten Zahlen aufs Neue Hinweisen, und im Neuen sehr viele, welche auf das Alte zurück deuten sollen. Aber, wie gesagt: hintendrein ist gut prophezeihen. Die Propheten lebten 400 bis 600 und noch mehrere Zahre vor Zesus. Der letzte Prophet (Maliachi) starb mindestens 310 Zahr vor Zesus Geburt. Zesus, der talentvolle Mann, hatte also die prophetischen Bücher vor fich. Er hat fie auch in einem Zeitraum von 18 Zähren (von seinem zwölften bis zu feinem dreißigsten Zahre) tüchtig studirt. Einen Theil dieser Zeit verlebte er in Egypten, wo damals viele Zuden wohnten und die Wissenschaften blühten. Dort bildete er feinen Geist, und erlernte die Zauberei zu seinen nachherigen Wunderkuren, wenn fie anders wirklich alle von ihm verrichtet worden find. Dajüdische Reich war feinem Ende nahe. Das konnte jeder scharfsichtige Politiker vorher verkünden, denn es war in fich selbst zerrüttet *) Also doch etwas Gutes. Aber diese Anerkennung wird sogleich wieder geschwächt dadurch, daß es getadelt wird, daß Zesus als das Muster aller Tugenden hingestellt wird' ic. Wen» der Herr Verfasser uns doch das Gegentheil beweise» wollte. Er wird doch nicht etwa die Fabeln aus dem Medraschlm für wahr haltm wollen? Thut er das, so mag er ste beweisen. **) Daß die Juden die Bibel annehmen und lesen und die Missionare ihnen die Bibel in die Hände gebe», das also ist das große Verbrechen beider! Das Wort Gottes also soll nicht gelesen, oder nur mit den Auffätzen der Rabbiner gelesm werden! Furchtbare Knechtschaft der Gewissen! 14*

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