Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 11 (11.1849)
- Date
- 1849-11-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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178 verdreht, verfälscht, lächerlich gemacht, der übrige Thalmud darnach beurcheilt und als ein Werk geschildert, daß nur Verkehrtheiten enthält und voller Unsinn fei. — * *) Vor solchen Büchelchen hütet euch besonders, denn sie haben einen starken Schein von Wahrheit für sich, und euer ungeübter Verstand in diesem Fache vermag ihre Tiefen nicht zu erforschen. Ihr kennt gewöhnlich den Thalmud nur dem Namen nach, möchtet euch wirklich bereden lassen, von solch zusammen gestoppelten Zeuge auf das ganze unübersehbare Feld zu schließen, und dann habt ihr schon zur Hälfte verloren. Gehet zu einem jüdischen Gelehrten und erholt euch Raths, höret mit Bescheidenheit seine Zurechtweisung an. Eure Achtung**) (gelehrt Werk) wird dann zunehmen. Zhr seid geborgen! — 2) Man ladet euch ein, an Sonn- und Feiertagen die Predigt zu besuchen. „Hierin liegt ja nichts Strafbares,"***) stellt man euch vor: „Es wird ja das Wort Gottes gelehrt"! Zhr, Theilß um am Sonntage die Langeweile zu tödten, Theils aus Neugierde, Theils um nicht unhöflich zu sein, nehmet die Einladung an. Zhr besucht die Kirche. Schon das herrliche Gebäude, die schöne Einrichtung, die erhabene Musik, der ergreifende Gesang rc.,-j-) lassen euch nicht ganz gleichgültig, wenn ihr sie in Vergleich bringt mit eurer armseligen, glanzlosen Synagoge. Nun ') Es wird also doch zugegeben, daß der Thalmud manches Anstößige enthält und die Missionare hierin wenigstens keine Lügen verbreiten. Enthält er aber Anstößiges, dann kann er kein göttüches Werk sein und also auch nicht unbedingten Glauben fordern. Ucbrigen's ist es eine schmähliche Lüge, daß die Missionare den ganzen Thalmud nach solchen Stellen beurtheilen. "1 3st ganz unverständlich. *w) Meint der Verfasser wirklich, e« fei strafbar, wenn ein Jude in eine Kirche geht? Nun dann Märt er das Christenchum für einm Götzendienst, für ein Irrlicht hat er cs ja schon erklärt. Aber dann müssen wir auch ihm Zurufen : Komm und flehe, ob wir in unser» Kirchen Götzendienst treiben. Thut er das nicht, so wird er die Beschuldigung eines falschen Anklägers nicht von sich weisen können. t) Woher kommt cs, daß der Glanz von Israels Tempel gewichen ist? die Propheten und MoscS sagen uns mit einem Munde: ES ist der Abfall Israels von Gott.