Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 11 (11.1849)
- Date
- 1849-11-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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180 und stand unter der Oberherrschaft der habsüchtigen Römer. Die Juden schmüchtetcn nach Erlösung vom fremden'Drucke. Das Volk hoffte, daß der von den Propheten verkündigte Messias diese Erlösung bringen werde. Das Heidenthum hatte viele seiner Anhänger verloren, denn durch die zunehmende Aufklärung mußte nothwendig die Vielgötterei verdrängt werden. Es gab aber im Heidenthume einen obersten Gott, viele Untergötter und Göttinnen, und Göttersöhne (worüber in jeder Mythologie, Götterlehre, näherer Unterricht zu holen ist). Da erschien Zesus, den Juden als ein Messias, und den Heiden als ein neuer Gottessohn. Um aber das allzu Fleischliche der Menschwerdung, wie es im Heidenthume vorwaltete (daß nämlich öfters die Götter und selbst Zupiter, der Vater der Götter, sich zu schönen Weibern herabgelassen haben) zu beseitigen, wurde der Geist als Bindemittel zwischen dem Vater und dem Sohne aufgestellt. Die Herren Evangelisten, Apostel, Jünger und die ersten Kirchenväter suchten diese Idee auszubildrn und zu befestigen, oder haben sie gar erst selbst erfunden? Ungefähr Zwei Hundert Zahre nach Erscheinung Zesu, wurden Briefe und Reden der Jünger zusammengetragen, in ein Buch vereinigt und Neues Testament genannt. War es da nicht leicht, die Geschichte so einzurichten, daß die Prophezeihungen darauf hindeuten mußten? —*) *) Spricht der Verfasser doch wirklich so, als wäre er Augen- und Lhrenzeuge gewesen von allem, was Jesus gethan hat, als hätte er ihn auf allen seinen Schritten und Tritten begleitet. Was er aber von Ihm sagt, ist die schmählichste Lüge. Jesus soll einen Theil der Zeit von seinem 18. bis 30. Jahre in Egypten zugebracht, dort seinen Geist gebildet und die Zauberei erlernt haben. Allerdings war Jesus in Egypten, aber in den ersten 4 Jahren seines Lebens, dann kehrte er wieder zurück und war seinen Eltern unterthan, Er. hat auch nie eine hohe Schule besucht, wie fle damals waren, wie dies genugsam daraus hervorgeht, daß die Juden ihn einen Zimmerwann und eines Zimmermanns Sohn nennen und ihre Verwunderung aussprechen, woher ihm die Weisheit komme. Dann sagt der Verfasser auch, Jesus habe durch Zauberei Wunder gethan. Kann man durch Zauberei auch Tobte auferwecken und blind Gebornen das Augenlicht geben? Will man aber sagen, dies erzähle nur daSN. Testament, und da das Partei sei, so könne man ihm nicht glauben, so antworten wir, daß dies In noch viel höherem Grade vom A. T.