Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 10 (10.1849)
- Date
- 1849-10-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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169 sichern Leitstern haltet, und möchte euch zeigen, daß es nur eines starken Willens bedarf, um wieder zurückzutreten, wenn auch bereits das Schlimmste geschehen sein sollte. (Fortsetzung folgt.) Misfronsnachriehten, Persien. Wir haben schon öfters Auszüge aus den Tagebüchern der beiden Missionsprediger Stern und Sternschuß über ihre Wirksamkeit in den Ländern am Tigris und Persien mitgecheilt. Zm Augusthefte des Jewish Intelligence liegt uns wieder ein Bericht von dem Herrn Prediger Stern vor, aus dem wir abermals das Wichtigste in unser Blatt aufnehmen. Bon den vielen Strapazen hatte die Gesundheit des Hr. Stern so sehr gelitten, daß er genöthigt war, bei dem Comite um die Erlaubniß zu bitten, auf eine Zeit lang nach Europa zurückzukehren. Das vor uns liegende Tagebuch desselben enthält nun den Bericht über seine Reise von Mosul durch die Wüste Sindschar, über die Städte Nisibin, Dara, Mardin, Diarbekr, dann über das Gebirge Taurus, die Städte Tokat und Amasia nach Konstantinopel. Dieser Bericht enthält sehr viel Interessantes über jene Länder und deren Bewohner, und er würde gewiß von allen, denen diese Blätter in die Hände kommen, mit Interesse und Theilnahme gelesen werden, wenn wir ihn ganz mittheilen könnten. Allein dies gestattet uns der Raum nicht, daher wir uns auf das Wichtigste beschränken müssen, auf die Unterredungen mit den Juden an verschiedenen Orten. Die Reise, die vom 21. März bis zum 2. Mai dauerte, war sehr gefahrvoll und beschwerlich. Gleich am ersten Tage wurde er von einigen räuberischen Arabern angefallen, die jedoch nur etwas Taback forderten und dann wieder fortritten. Da aber die ihm versprochene Schutzwache, die ihn durch die Wüste Sindschar und über das Gebirge gleiches Namens begleiten sollte, nicht erschien, so würde er wohl diesen Weg kaum ohne völlig beraubt zu werden und ohne die größeste Lebensgefahr zurückgelegt haben, wenn er ihn mit seinen Leuten hätte allein machen müssen. Wun-