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Dibre Emeth · 1849-10-01 · 10 (10.1849) · page 10

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
10 (10.1849)
Date
1849-10-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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170 derbarer Weise fügte es der Herr so, daß er an demselben Abend «och eine zahlreiche Karawane erreichte, die einige Tage vorher Mosul verlassen hatte. Dieser schloß er sich an und legte in ihrer Gesellschaft den gefährlichsten Theil seines Weges zurück. Wie unsicher und gefahrvoll die Straße durch die genannte Wüste und über das Gebirge ist, geht besonders daraus hervor, daß selbst die zahlreiche Karawane in die größte Angst versetzt wurde, indem sie meinte von den räuberischen Arabern angefallen zu werden. Die vermeinten Araber waren sedoch nur bewaffnete Kurden, welche die Karawane für Beduinen gehalten harten, und gekommen waren sich gegen sie zu vertheidigen. Da sie ihreu Zrrthum erkannten, bewirtheten sie die Reisenden mit Milch und Brot und geleiteten sie dann weiter auf ihrer Reife. Am 26. März gelangte Herr Stern in Nifibin an, einer Stadt, die früher berühmt war wegen der vielen darin befindlichen Gelehrten-Anstalten, jetzt aber zum Aufenthaltsorte von Räubern und allem liederlichen Gesindel herabgesunken ist. Herr Stern besuchte die Zuden und sagt von ihnen: „Ich fand sie sehr bereit, mit Aufmerksamkeit auf die große Wahrheit des Evangeliums zu hören, daß Christus Zesus für unsre Sünden starb und uns mit seinem Blute mit unserm beleidigten Gotte versöhnte. Sie waren sehr unwissend und bekannten mit großer Aufrichtigkeit: Wir sind mit unfern Weisen (Chachamim) sehr unzufrieden, denn sie reden uns immer vor, der Messias wird kommm und uns erlösen, während wir nicht das geringste Zeichen seiner Ankunft wahrnchmen, noch irgend eine Erleichterung vom Fluche SimeiS fühlen. Zch gab ihnen zwei Neue Testamente und sagte ihnen, daß ein sorgfältiger Gebrauch derselben sie überzeugen würde, daß Zesus der Messias sei, von welchem Moses im Gesetz und alle Propheten geschrieben haben. Sie waren für meinen Rath dankbar und nahmen auch das Evangelium mit Dank an." Ar Mardin, das Herr Stern in der Nacht vom 28. zum 29. erreichte, besuchte er wieder die Zuden. Cr erzählt uns Folgendes: „Nachdem ich ein wenig geruht hatte, sandte ich nach

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