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Dibre Emeth · 1849-10-01 · 10 (10.1849) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
10 (10.1849)
Date
1849-10-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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167 gen, dann seid Hk schon sehr weit! Ihr seid der Gefahr viel näher, als ihr vermachet. Nur einer schwachen Veranlassung von außen bedarfs, and es ist das Heiligste euch uicht wehr heilig, ihr seid bereit, die angestammte Religion abzulegen, den angeerbten Glauben zu verwerfen, und euch in eine Finsterniß zu versenken, in welcher chr hier nie eineu Lichtstrahl erblicken, und dort in ewiger Reue und Zerknirschung fern von dem Urquell des Lichtes eure Thorheit betrauren werdet.") *) Was folgt aus diesen Worten? Entweder: ein Zeder muß bei feiner „angestammten Religion" und bei seinem „angeerbten Glauben" bleiben, wen» er nicht in ewige Finsterniß versinken und „fern von dem Urquell des ewigen Lichts" ewige Pein leiden will, oder nur der Jude ist diesem Zwattge beim Verluste seiner Seligkeit unterworfen, oder endlich, nur das Judenthum hat die ewige Wahrheit, die selig macht, und wer daher selig werden will, der muß Jude werden. Das Erste und zunächst uns entgegen Tretende kann der Verfasser nicht gemeint haben, er wurde sich damit selbst vom Judemhume losgesagt haben, indem sowohl die heilige Schrift als auch der Thalmud so wie auch das neuere Judenthum lehrt, daß alle Völker der Erde außer den Juden sich noch in Finsterniß und Aberglauben befinden, wovon sie sich bekehren sollen und demnach auch nicht bei ihrer „angestammten Religion" und bei ihrem „angeerbten Glauben" bleibe» können. Das Zweite kann er auch nicht sagen wollen ohne sich selbst und sein ganzes Volk zu verdammen. Denn er wird zugeben müssen, daß das Judenthum, wie es seit 1800 Jahren war, nicht die von Gott gewollte und von Moses und den Propheten geforderte Religion sein kann. Witt er das nicht zugeben, dann macht er Moses und die Propheten zu Lügnern und hebt somit die göttliche Offenbarung auf. Denn die Schrift weiß keinen andern Grund der Vertreibung des Volkes Israels aus dem Lande Kanaans, als den Abfall von Gott oder der geoffenbarten, das heißt, der allein wahren Religion. Ist aber nach dem Worte Gottes die den Juden seit 1800 Jahren angestammte Religion, der angeerbte Glaube, nichts anders als Abfall von Gott, und demnach eine falsche Religion, dann wird Israel nicht nur nicht bei dieser Religion bleiben dürfen, sondern dieselbe verlassen und zur wahren wieder zurückkehren müssen. Und daß das geschehen wird, hat ja der Herr auch an vielen Stellen verheißen. Verlangte der Verfasser nun aber dennoch, daß ein jeder Jude bei den Satzungen der Rabbinen verharren soll, so tritt er damit den Aufforderungen Gottes zur Buße und Umkehr entgegen und ist nicht ein Lehrer der Wahrheit, sondern ein Verführer. Kann er nun aber auch das Zweite nicht haben sagen wolle«, so kann auch das "Dritte nicht in seinen Worten liegen. Denn wie kann tat* Ardenthum, wenn es von Gott abgefallen ist die alleinige und seligmachende Wahtz-

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