Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 9 (9.1849)
- Date
- 1849-09-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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143 noch anderer Kinder annehmen können, die Hülfe rufend'ihre Hände nach der christlichen Liebe ausstrecken. Die Worte lauten also: „Wir wollen einmal annehmen, daß an jedem Orte, wohin diese Zeilen gelangen und wo auch nur eine geringe Anzahl lebendiger Christen und Freunde des Reiches Gottes ist, nur einer oder einige von ihnen ein Herz für unser Werk fassen, und, von Liebe und Mitleiden für Israel durchdrungen, sich entschließen könnten, ihre Freunde und Mitchristen entweder beim Zusammentreffen im täglichen Verkehr, oder bei besonder» Gelegenheiten, etwa in Misfionsstünden, um eine geringe Gabe zur Unterstützung unseres Werkes zu bitten; sollte da nicht in kurzer Zeit so viel zusammen kommen, daß wir nicht nur unsre Schulden bezahlen könnten, sondern auch noch genug hätten, um nicht etwa blos unsre beiden Knaben, sondern auch noch mehrere andere Kinder mit den nötigsten Lebensbedürfnissen für längere Zeit zu versorgen? Wir zweifeln keinen Augenblick daran, beständen die Gaben auch nur in dem Schärflein der Wittwe. Die in der Rechnung angeführten Sammlungen geben die besten Belege dafür." Niemand wird den Nachsatz bezweifeln können, sobald nur die Bedingung des Vordersatzes erfüllt wird. Die Berliner Misfionsgesellschaft hat allein mehr als 150 Hülfsvereine, denen, vielleicht nur mit weniger Ausnahme, der Hülferuf zugesandt wurde. Außerdem hatte Herr Pastor Ball, Herausgeber des Barmer Missionsblattes und des Missionsblattes des Rheinisch-Westphälischen Vereins für Israel, die Güte, diesen Hülferuf in eins dieser Blätter auszunehmen, so daß er weit und breit bekannt wurde. Hätte sich nun nur bei jedem Hülfsvereine der Berliner Gesellschaft ein Mitglied gefunden, daß den Hülferuf zu Herzen genommen und darnach gethan hätte, sollte da nicht durchschnittlich in jedem Vereine wenigstens Ein Thaler zusammen gekommen sein, wenn auch' die Beiträge im vollen Sinne des Worts nur in einem Schärflein bestanden hätten? Ganz gewiß! Und Niemand wird leugnen können, daß wohl ein Zeder das ganze Zahr hindurch noch rin Schärflein, einen Pfennig, Dreier, Sechser oder Groschen, je nach Verhältnissen, wird entbehren können. Und zu dielt*