Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 9 (9.1849)
- Date
- 1849-09-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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142 daß es sich nicht wenigstens noch der Schwester des einen Knaben annehmen kann, die sich geistlich und leiblich im größten Elende befindet, und deren Mütter schon öfters bei dem Schreiber dieses hat anfragen lassen, ob es denn nicht möglich sei, für ihre Tochter eben so wie für ihren Sohn zu sorgen. Leider hat ihr bisher immer eine abschlägliche Antwort gegeben werden müssen, da es dem Vereine durchaus an der nöthigen Unterstützung fehlt, seine Thätigkeit weiter ausdehnen zu können; ja er findet kaum so viel Unterstützung, als zur Erhaltung der beiden ihm anvertrauten Knaben nöthig ist. Das Comite weiß oft nicht, woher es Geld nehmen soll zu den allernöthigsten Lebensbedürfnissen für sie, ja es ist in die traurige Lage versetzt worden, eine bedeutende Summe Schulden zu machen. Zu Ende des Zahres 1847 betrug diese Schuld 97 Rthlr. 12 Sgr. 4 Pf. Um diese Schuld zu decken, erließ das Comite Anfangs vorigen Zahres einen „Hülferuf", und hoffte, daß derselbe die gewünschte Wirkung haben werde. Allein er wurde nur von Wenigen gehört und beherzigt, so daß am Ende des Zahres 1848 immer noch die bedeutende Schuld von 61 Rthlr. 23 Sgr. 2 Pf. verblieb. Zn diesem Zahre nun sind die Beiträge und Gaben bisher so sparsam eingegangen, daß die Schulden bis Anfang Augusts die Höhe von 98 Rthlr. 20 Sgr. 8 Pf. erreicht haben, und wenn das so fort geht, so wird das Comite das Zahr mit einer Schuldenlast von wenigstens 130 bis 150 Rthlr. beschließen müssen. Um dem Comite die Ausgaben für einen besonder« Bericht zu ersparen, geben wir in diesem Blatte einen kurzen Nachweis der Einnahme und Ausgabe desselben vom Zahre 1848, und wiederholen zugleich dessen Bitte in dem „Hülferufr" von diesem Zahr^ daß alle diejenigen Christen, denen die Beförderung des Reiches Gottes unter Israel am Herzen liegt, das Comite doch mit einer geringen Gabe unterstützen möchten. Zn dem „Hükferufe" wird angedeutet, daß wenn an jedem Orte, wohin er käme, nur ein oder zwei lebendige Christen wären, die M Herz für Zsratl hätten, es leicht sein würde, so viel für den Verein zu sammeln, daß er nicht nur seine Schulden würde bezahlen, sondern sich auch