Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 9 (9.1849)
- Date
- 1849-09-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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144 ser geringen Entbehrung werden wir uns um so mehr verpflichtet fühlen, wenn wir bedenken, wie viel wir dem Volke Israel schuldig sind. Abgesehen davon, daß der Herr Jesus, unser hochgelobter Heiland, unser Leben und Trost, unser Helfer und Beistand zur Zeit der Leiden und Trübsale, unsre Krone, Freude und Seligkeit, dem Fleische nach von Israel stammt, waren es ja auch gläubige Juden, welche mit Aufopferung ihres Lebens zuerst den Heiden das Evangelium von der Gnade Gottes in Christo Jesu predigten. Za von Israel haben wir das Wort Gottes erhalten, das eine Leuchte für unsre Füße und ein Licht auf unserm Wege durch dieses Erdenleben, ja selbst durch das finstere Todesthal zu dem Lichte der Seligen ist. O, Ihr theuern Brüder und Schwestern in Christo, die Ihr diese Zeilen leset, ich bitte Euch alle, bedenket doch diese Wahrheit recht! Ich bitte Euch um Jesu Christi und um Eurer Seligkeit willen, überhört meinen Noth- und Hülferuf, den ich im Namen des Comites an Euch ergehen lasse, nicht. Seht Ihr denn nicht im Geiste, wie viel arme und unglückliche Kinder von den Nachkommen Abrahams, des Vaters aller Gläubigen, ihre kleinen Hände nach Euch um Hülfe ausstrecken? Dringt ihr Schrei: Theilet uns etwas mit von Euerm Ueberflusse, besonders von den geistlichen Gaben und Gütern, die Ihr von unser» Voreltern empfangen habt, nicht in Eure Ohren und Herzen? Oder wollt Ihr diesem Rufe, diesem Schrei der Kleinen Eure Ohren verschließen? Nein, Brüder, Schwestern, das könnt Ihr nicht, so anders noch ein Fünkchen Liebe zu dem Herrn Jesu in Euerm Herzen ist. Ihr werdet vielmehr, von der Liebe Christi dazu bewegt, Eure milden Hände aufthun, und uns eine Gabe der Liebe für die Kleinen aus dem Hause Israels zufließen lassen, damit wir sie in der Furcht Gottes und in der Lehre des Heils und der Seligkeit erziehen können. Bedenket auch die selige Verheißung des Herrn, daß auch nicht ein Trunk kalten Wassers unvergolten bleiben soll, der einem seiner Geringsten dargereicht wird. Besonders bitten wir die Vorstände der Missiottsvereine, diesen unfern Nothruf den Mitgliedern des Vereins, etwa in einer Missionsstunde, mit-