Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 8 (8.1849)
- Date
- 1849-08-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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127 außerordentlicher Wichtigkeit und Bedeutung für das Reich Gottes überhaupt, und für die Mission unter Israel ins Besondere, ist ihm die Vollendung und Einweihung der protestantischen Kirche in Jerusalem. Den Beweis dafür findet er darin, daß diesem Werke von allen Seiten und allen Religionsparteien solche Schwierigkeiten und Hindernisse entgegengestellt wurden, die kein Mensch aus eigener Kraft und Weisheit, sondern Gottes Gnade allein überwinden und beseitigen konnte, woraus ja das Wohlgefallen Gottes an diesem Werke deutlich genug hervorleuchte. Wie bedeutungsvoll für die Mission, und wie segensreich für die armen Juden nach Leib und Seel das Hospital in Zerusalem sei, beweist er aus einem Briefe des kürzlich verstorbenen Oberrabbivers von Dalhinavo an Sir Montefiore. Und in der That kann wohl auch Nichts den Erfolg der Mission in Zerusalem besser darthun als dieser Brief, daher er denn auch hier eine Stelle finden mag. Der Rabbi sagt: „Wir sind in Schrecken gesetzt von dem furchtbaren Feinde, der uns in dem großen Hospitale der Missionsgesellschaft entgegen tritt. Diese Anstalt ist in ihrer Einrichtung sowohl als auch in Bezug auf die Zahl der Aerzte, die darin thätig sind, ganz vorzüglich. Daher denn auch viele von den Unsrigen trotz des Bannes, der von den Geistlichen der Deutschen und Portugiesischen Synagoge ausgesprochen worden, ihre Zuflucht zu dem Bekehrungs-Hospitale nehmen, und, leider! in vielen Fällen den Verlockungen, die ihnen entgegengehalten werden, folgen, und die Religion ihrer Vorfahren verlassen. Denn das Bekehrungs- Hospital gewährt ihnen nicht nur jede nöthige Bequemlichkeit, nicht nur ist für die Juden verschmitzter Weise") ein besonderer Raum bestimmt, sondern es wird einem jeden, wenn er das Hospital verläßt, auch noch ein Geschenk als Bestechung in die Hände gegeben, und die Noch ist zu groß, um der Versuchung der dargebotenen Wohlchaten zu widerstehen. So lassen sich Biele von den *) Das Hospital Ist nämlich so eingerichtet, daß der Jude ganz nach jüdischer Weise leben kann, um sein Gewisse» nicht zu verletzen, und das nennt der Rabbi verschmitzt.