Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 8 (8.1849)
- Date
- 1849-08-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554598-2554607--01058-2556877- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
125 Sup. St. unverträglich ist. Möchten sich nur auch die neuern Juden, besonders aber die gelehrten Herrn Rabbiner stets in diesen Grenzen halten. Die Jahresfeier -er Gesellschaft zur Beförderung -es Chriftenthums unter -en Juden in London. (Schluß.) Nachdem die Versammlung mit Gebet eröffnet war, leitete der Präsident der Gesellschaft, Lord Ashley, die Verhandlungen mit einer kurzen Rede ein. Er hob darin besonders den, namentlich auch für uns Deutsche so traurigen Umstand hervor, und bezeichnte ihn für die Versammlung als eine große, gewaltige Aufforderung zum aufrichtigsten und heißesten Danke gegen Gott, den Allmächtigen, daß England fast das einzige Land in Europa sei, wo Zeit, Kräfte und Sicherheit es gestatteten, solche Dinge und Werke vorzunehmen und zu betreiben, wie das, wozu sie eben versammelt wären. Denn in England herrsche Ruhe, während der Sturm des Aufruhrs durch andere Länder zieht, so daß die Gemüther, von äußerer Gefahr oder innerer Unruhe bewegt, auf alles Andere nur nicht darauf gerichtet sind, was das ewige Heil des Menschengeschlechts betrifft. Darauf zeigte er der Versammlung an, daß er, als er den Präsidentenstuhl schon eingenommen hatte, von einer Partei von zwanzig Personen einen Brief erhalten habe, in dem sie ihm anzcigen, daß sie sich verbunden hätten die Versammlung zu stören, richtete aber zugleich die Bitte an die Versammelten, daß im Fall wirklich ein so schimpflicher Störungsversuch gemacht werden sollte,, wie er beabsichtigt sei, sie sich ganz ruhig verhalten und ihm die Sache allein überlassen möchten, indem er sich für vollkommen geschickt und befähigt halte, den Kampf für sich selbst und für sie mit jedem Ruhestörer anzunehmen und durchzuführen, wobei sie ihn aber mit ihrem ganz ruhigen Verhalten am meisten unterstützen würden. Der Anschlag jedoch sei so schimpflich und abscheulich, wie er nie auf eine Versammlung gemacht worden