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Dibre Emeth · 1849-07-01 · 7 (7.1849) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
7 (7.1849)
Date
1849-07-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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119 Den 28. Oktbr. — Heute begaben wir uns wieder auf den Weg; der Weg war eben und gut, aber die Luft war kalt und naß. Die erste Nacht schliefen wir vor dem Hause eines armen Mannes, die andere im offnen Felde nahe Khasrabad und die dritte war ich wieder bei meinen treuen Freunden im brittischen Consulate in M osul. — Geschichte -er Bekehrung eines Israeliten zum Christenthnme von Dr. Fr. in St. (Fortsetzung.) Als er aber Reconvalescent war, erklärte ihm der Arzt, daß er E. verlassen müßte, wenn er gänzlich hergestellt werden sollte. Bekanntlich hat E. ein eigenthümliches Klima, und nicht jeder Konstitution gelingt die Aelimatisirung. Er «änderte daher sofort aus, um nach Hause zu reisen. Allein in B. angelangt, konnte er wegen leiblicher Beschwerden nicht weiter, und blieb und genas daselbst völlig. Er fand da Arbeit, und als er eines Tages tiefdetrübt über seine Halbheit, aus der er nicht heraus kam, nach L. zur Erholung ging, schloß sich ihm der Missionszögling Nollau (jetzt Prediger in Nordamerika) an. Es entspann sich gleich zwischen ihnen ein Religionsgespräch, Joseph entdeckte dem Begleiter die Bekümmernisse seines Herzens, und Nollau verstand es den Stein vom Grabe zu wälzen. Joseph hörte aufmerksam zu. Nollau legte ihm Zesaia 53 und Daniel 9 aus. Die Decke Mosis schwand erst jetzt recht von den Augen des harrenden Josephs. Ihm war'als wären sie auf dem Wege nach Emmaus. Sein Herz fing an zu brennen. Nollau öffnete ihm das Verständniß der Propheten, die er bisher weniger beachtet. Er kam nun zu dem Vorsatze, daß Nichts ihn abhalten sollte, sich öffentlich zu Zesu, dem Heiland der Welt zu bekennen. Er ward besonders losgemacht von der Fessel, die ihn noch immer an seine Familie band. Oft wiederholte er sich laut, wenn er allein war, die Bibelworte: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen!" Er wartete nur auf die Fügung des Herrn, der ihn zur Taufe führen sollte und sang oft: Ich bin übrigens ganz still. Und werde schön zum Ziel gelangen, Zch glaube, daß sein Liebeswill' Stillen werde mein Verlangen, Drum such ich Zesum und sein Licht, Alles Andere hilft mir nicht.

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