Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 7 (7.1849)
- Date
- 1849-07-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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120 Er meldete sich nun zu« Unterrichte bei Herrn Pastor L. in U. um Weihnachten 1837. Der Tag des Heils erschien ihm endlich lang ersehnt. Am 18. Oktober 1838 Nachmittags um 3 Uhr wurde er in der evangelischen Kirche zu U. vor einer zahlreichen Versammlung von christlichen Brüdern und Schwestern von dem Herrn Pastor L durch die heilige Taufe in die Gemeinschaft der Kirche Christi ausgenommen. Die Taufrede des Pastors geschah über Psalm 138, 8. Der Herr wird es ein Ende machen um Meinetwillen, Herr deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen. Zum Schluß der Feierlichkeit sprach noch einer der Taufzeugen, der Candidat N. über Zoh. 15, 4. Bleibet in mir und ich in Euch. Gleichwie der Rebe kann keine Frucht bringen von ihm selber, er bleibe denn am Weinstocke, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Friedrich August Joseph K. war nun ein seliges Kind Gottes. Seiner Hände Arbeit ging ihm gut von Statten. Er konnte daran denken sich für immer in B. niederzulaffen, und fand eine christliche Schwester, die nach Gottes Ordnung mit ihm den Lebensweg weiter Hand in Hand gehen wollte. Am 3. Mai 1841 wurde er getraut. Die Ehe wurde von Kindern gesegnet, aber bisher hat es diesem Ehepaar, wie es dem Schreiber dieser Zeilen gestand, noch an Nichts gemangelt. Die Familie ist in der Gemeinde eine Zierde christliche« Wandels. Trotz der fleißigen Arbeit am Weberstuhle, für die der Herr bisher stets gesorgt hat, ist K. auch im Reiche Gottes thätig in Verbreitung der heiligen Schrift. Sein in Zesu vergnügtes Wesen gewinnt sicher manchen Widersacher. So haben wir denn in dieser wahren Lebensgeschichte gesehen, wie ein verlorenes Schaaf aus dem Hause Israel von dem treuen Hirten der Seelen früh gesucht und endlich nach langer beharrlicher Liebeserweisung zur Heerde Christi gebracht worden ist. Möge sie den Preis unseres neuen Gottes erhöhen helfen. Wir theilen nun noch einige Briefe mit von den Verwandten des K. während seines Kampfes mit ihnen, und eine Abhandlung eines Rabbinen, damit erkannt werde, welchen Angriffen ein Prvselyt ausgefetzt ist, und wie mächtig der Herr sich erweiset/ der allein die Kraft glebt, solchen klugen Ankäufen zu widerstehen. Die Schlußrede bei der Taufe des K. ist uns auch geworden, und wir glauben sie als Schluß des Ganzen hier auch mittheilen zu müssen. - (Beschluß folgt.) Dies Blatt erscheint monatlich in einem Bogen und kostet der Jahrgang 10 Sgr. Bestellungen nehmen, außer dem Hersusgeber selbst, alle Buchhandlungen an. Gedruckt und in Commisflsn bei TeoniM und Dehn in Franksmt a. d. O.