Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 7 (7.1849)
- Date
- 1849-07-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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117 ordentlich majestätischem Wüchse, von üppigen Feldern und emsigen Arbeitern umgeben, die Schönheit dieses Amphitheaters vollendeten. Das Herabsteigen von dem Gebirge dauerte zwei Stunden. Am Fuße desselben begegneten wir verschiedenen Nestorianer», die uns freundlich zu dem Hause desKaschischasoder Priesters D i n ch a geleiteten, wo wir zur Nacht ein gut Unterkommen fanden. Des Abends versammelten sich die meisten Nestorianer von Ascheta in dem Hause des Priesters, um uns zu sehen. Sie erzählten mir ihre Leiden, erlittenen Niedermetzlungen und Beraubungen unter Buder Khan Bey; da aber die Wiederholung dieser entsetzlichen Grausamkeiten für das menschliche Gemüth zu erschütternd ist, so werde ich bei diesem tragischen Gegenstände nicht länger verweilen. Sie haben sich kaum von diesem furchtbaren Unglück erholt, und schon wieder droht ihnen Narulah Bey, das Haupt des Distrikts Nahkary, mit einem andern furchtbaren Einfalle. Sie haben um Hülfe gebeten und ich hoffe, daß man Schritte thun wird, die Vertilgung dieser harmlosen Gemeinschaft östlicher Protestanten zu verhindern. Den 20. Oktbr. — Auf den heitern und wolkenlosen Abmd folgte ein kalter, nasser und trüber Morgen. Die Nestorianer alle versicherten mich, daß diese Veränderung der Atmosphäre der Vorbote des Winters sei, und daß in wenig Tagen Schnee kommen und alle Verbindung mit den andern Bergen unterbrechen würde. Diese Nachricht änderte meinen Reiseplan, und getäuscht und betrübt kehrte ich nach Amadia zurück, wo ich noch zwei angenehme Tage unter meinen jüdischen Brüdern verlebte. Den 25. Oktbr. — Nachdem ich den Rabbinern Lebewohl gesagt hatte, machte ich mich auf den Weg nach Schusch, einem Orte ungefähr 40 Meilen — nämlich Englische — von Amadia entfernt. Da wir einige in die Wolken ragende Berge mit tiefen Hohlwegen zu passiren hatten, so nahm ich einige Männer an, um unsre Thiere zu führen; aber unerachtet dieser Vorsicht, stürzte doch ein Packpferd einen steilen Abhang hinunter und wurde an jedem Beine verwundet und gelähmt. Zn der Nacht erreichte» wir S ch ufch und schlugen unsere Wohnung in einem Oliven--