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Dibre Emeth · 1849-07-01 · 7 (7.1849) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
7 (7.1849)
Date
1849-07-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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146 sogleich allen Argwohn aus seinem finstern Gemüthe entfernte, und worauf er mit feurigm Augen erwiederte: „Zhr Werk ist ein verdienstliches Werk, und ich hoffe, daß alle Zuden bald an Christum glauben werden, denn es ist besser, daß fie einen von den beiden großen Propheten anerkennen, als daß fie fie beide leugnen." Einige von den Christen erzählten mir nachher, daß meine Unterredungen mit den Zuden in der ganzen Stadt der allgemeine Gegenstand der Unterhaltung sei. Am Nachmittage kamen viele nach Neuen Testamenten und die, welche ich entbehren konnte, waren bald vertheilt. Den 19. Oktbr. — Da ich hier von den Zuden erfuhr, daß in den Gebirgsfestungen der Nestorianer eine jüdische Colonie sei, so traf ich Anstalten, fie zu besuchen. Um Mitternacht brachen wir auf, aber der Weg war erstaunend felstgt, und da wir zu Kuß gehen mußten, so kamen wir nur langsam vorwärts. Mit Sonnenuntergang kamen wir nach Bavary, einem Distrikte von Nestorianern und Kurden bewohnt. Zch ritt sogleich, ohne mich erst nach einem Quartiere zu erkundigen, zur Wohnung des Bischofs und stieg ab. Se. Hochwürden war anfangs nicht geneigt, mich in sein Haus aufzunehmen, aber als ich ihm sagte, daß ich ein Englischer Misflonar sei, war er sehr erfreut, und bemühte sich, mir es so bequem zu machen, als es seine Umstände erlaubten. Mit Tagesanbruch reisten wir wieder weiter; der Bischof ertheilte mir seinen Segen und beauftragte seinen Kaplan, mich nach Asch eta zu geleiten. Auf dem Wege begegneten wir verschiedenen Schafheerden, welche den Nestorianern gehörten und die von den räuberischen Kurden weit von ihrer Heimath weggetrieben worden waren, um sich Weide und Schuß zu suchen. Zu Mittage kamen wir auf das Gebirge, von welchem man den ganzen Distrikt von Tyary übersehen kann. Die Gegend, obschon fie sich nur wenig von den Verwüstungen des Tyrannen Buder Khan Bey erholt hatte, bot doch einen herrlichen Anblick dar. Dörfer oder vielmehr Häusergruppen lagen wie gesät arff den rauhen Bergen und den lichten Flecken des Hochlandes, während einzelnstehende Pappeln und Maulbeerbäume von außer-

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