Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 7 (7.1849)
- Date
- 1849-07-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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113 unsere gegenseitige Gcmüthsbewegung etwas nachgelassen hätte, fragte ich ihn, was er mit seiner Frau und seinen Kindern machen wolle. Dies war eine Schwierigkeit, an die er nicht gedacht hatte. Zch rieth ihm daher, in seinem Forschen nach der Wahrheit fortzufahren, bis seine Frau sich mit diesem Gedanken bekannt gemacht und ausgeföhnt haben würde, um ihm zu folgen. Zch habe seitdem von ihm Nachricht erhalten und fteue mich, daß er noch von denselben Gesinnungen durchdrungen ist, und der Hoffnung lebt, mir bald nach Bagdad folgen zu können. Den 13. — Da ich den Zweck meiner Reise erreicht hatte, reiste ich wieder von Zezireh ab. Mein ursprünglicher Plan war, mch Zulorny zu gehen, wo verschiedene Dörfer von Zuden bewohnt werden. Aber der zerrissene und gesetzlose Zustand in diesem Theile des Kurdischen Gebirges, verhinderte mich, meinen Plan auszuführen. Ich richtete daher meine wandernde Schritte zurück über die Ebene Zakho, nahe am Zebal, oder dem Berge Zudi vorbei, auf den sich, wie die Zuden und Muhamedaner behaupten, die Arche Noahs niederließ. Den ersten Tag reiste ich bis Mauke sch, einem chaldäisch katholischen Dorfe, daß in der Mitte der lieblichsten und malerischsten Berge liegt und viele Thäler und Anhöhen hat, wo die schönsten Gaben Gottes von selbst wachsen. Nach Mitternacht bestiegen wir wieder unsre Maulthiere und ruhten nicht eher als bis die Sonne unterging, wo wir völlig erschöpft Amadia erreichten. Diese Stadt ist berühmt in der Geschichte dieses Landes; sie war bis vor wenig Zähren der Sitz von Paschas, welche ihre Abkunft von den Kalifen der Abafsidäer von Bagdad herleiteten. Zsmael Pascha, der letzte von dem Geschlechte, das diese Berge beherrschte, hatte 12,000 Dörfer und Städte unter seiner Gewalt, von denen er eine sehr bedeutende jährliche Einnahme bezog. Der Pascha von Ravendus, dessen kriegerische Heer Furcht und Schrecken bis in das Znnerfie des Türkischen Reiches brachte,- war der erste, der darnach strebte, diesen Drt zu besiegen; da! aber die Stadt van Natur beschützt und durch Kunst befestigt ist, so wurden feine Versuche alle vereitelt. Zin Jahre 1831 lagerte er sich mit feinen wilden Horden