Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 5 (1849)
- Issue
- 6 (6.1849)
- Date
- 1849-06-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Und schlechte Geist der Retzenten haben sich jedoch mit einander verbunden, ihre schönen Paläste und prächtigen Häuser zu zerstören, so dH die Stadt jetzt mehr Ruinen als bewohnte Häuser hat. Die Bevölkerung, welche in der letzten Zeit schwankend gewesen ist, übersteigt gegenwärtig nicht 5000 Seelen. Von diesen find Biele Christen und Juden, welche mit ihren Muhamrbanischen Nachbarn in Eivttacht und Frieden leben. (Beschluß folgt.) Geschichte der Bekehrung eines Israeliten zum Christenthume von Dr. Fr. in St. (Fortsetzung.) Ende des Zahres 1832 verließ er M., reiste nach Hause, um sich von der MilitÄrpflicht frei zu machen, was er auch erlangte. Zndeß brachte er mehrere Monate bei seinen Eltern zu, benutzte die Abendstunden um das N. T. zu lesen, und konnte nach seiner Ueberzeugung dem jüdischen Gottesdienste nicht mehr beiwohnen. Dies war den Eltern auffallend, sie drückten oft unter Seufzen über seine Mißrathung ihr Mißfallen über ihn aus, und fragten ihn oft, warum er nur dies eine Buch, das lutherische N. T. stets lese. Zum Nachbar Hubert scheint er nicht mehr gegangen zu sein, da seine jetzige Erkenntniß mit der des Katholiken in Widerspruch gerieth. Es konnte ihm dort nicht recht wohl werden und so faßte er dann den Entschluß, mitten im härtesten Winter seine Heimath wieder zu verlassen und in ein Land zu gehen, wo es keine Juden gebe. Am 2. Weihnachts-Feiertage 1832 ging er fort und wandte sich der Schweiz zu, war aber genöthigt wegen des tiefen Schnees und strenger Kälte in einem Städtchen am Bodensee Arbeit zu nehmen. Er befand sich bei sehr guten und ftommen Christen, da er aber den Unterschied der beiden Kirchen, der katholischen und evangelischen, schon einigermaßen kannte, so lebte er doch isolirt, besuchte den Gottesdienst nicht, und las dafür jeden Sonntag im N. T. Der Meister, der da merkte, dH Joseph christliche Er-