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Dibre Emeth · 1849-06-01 · 6 (6.1849) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
5 (1849)
Issue
6 (6.1849)
Date
1849-06-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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98 ten doch die armen Juden die Augen aufthun, sie würden dann auch die Wahrheit sehen und erkennen; und möchten sie dann auch zu dem Gott ihrer Väter von ganzem Herzen um Gnade und Kraft flehen, die erkannte Wahrheit anzunehmen, der Herr würde sie erhören, und sie würden mit allen gläubigen Christen, wenn auch nicht den Leiden und Trübsalen der gegenwärtigen und letzten Zeit, doch der ewigen Berdammniß entgehen, in welche alle Angläubigen und Verächter Gottes einst fahren werden. Das gebe der Herr! — Mifsiorrsnachrichten aus Persten. (Fortsetzung.) Am 9. Oktober setzten wir bei Tagesanbruch unsere Reise über das Gebirge bis nach Zakho fort. Der Kiahja gab mir eine Bedeckung von mehreren Juden mit, welche mich bis zu einem drei Stunden entfernten Dorfe begleitete, wo ich dann eine Wache aus drei Kurden bestehend nahm. Wir befanden uns nun mitten im Gebirge, umgeben von einer schauerlichen Einsamkeit und den schönsten und erhabensten Gemälden. Wir reisten durch verschiedene einsame Dörfer, aber Druck und Tyrannei hatte die Bewohner von ihrem heimathlichen Boden verttieben, um in den unzugänglicheren Gebirgsgegenden Obdach zu suchen. Mit Sonnenuntergang kamen wir in Beski, einem großen Kurdischen Dorfe an, mitten in Weingärten gelegen. Die Kurden empfingen mich mit finsterer Mine, und nur mit vieler Mühe konnten wir die Erlaubniß erhalten, «ns vor einer ihrer Hütten niederzulassen. Ich befahl sogleich Kaffee zu machen, und indem ich durch dieses den Morgenländern köstliche Getränk ihre Wildhkit besänftigte, wurden sie freundlicher und befahlen mir mit fteundlicher Mine an ihrem Abendessen Theil zu nehmen. Da keine Entschuldigung zulässig gewesen sein würde, so setzte ich mich auf die bloße Erde nieder und nahm mit einem Dutzend wilder und roher Menschen Theil an ein wenig Burgel oder gemahlenem Waizen, der mit einigem verdorbenen Fette angemacht war. Während unserer Mahlzeit erzählte mir einer in der Kurdischen

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